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IVG-Umfrage: Robotertechnologie und Grillen sind und bleiben Renner

Trotz des langen Winters und nassen Frühjahrs endete das Jahr 2013 mit 46 Prozent für fast die Hälfte der Mitgliedsunternehmen des Industrieverbandes Garten (IVG) mit einem zufriedenstellenden Ergebnis. Das ergibt die aktuelle Umfrage des IVG zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung im vergangenen Jahr. Bedingt durch die außergewöhnliche Wetterlage und durch die Insolvenz von Praktiker und Max Bahr war dieses Ergebnis so nicht zu erwarten, schreibt der IVG. 

37 Prozent der Firmen bewerteten ihre Geschäftslage 2013 sogar besser als die des Vorjahres. Eine große Mehrheit mit 75 beziehungsweise 82 Prozent der Firmen bezeichneten den Auftragsbestand und die Produktionsauslastung zum Jahresende als saisonüblich. Diese Antworten stimmen für 2014 optimistisch, sagt der IVG.

Allein durch die Aussicht auf einen gegenüber dem Vorjahr zumindest „normalen“ Saisonverlauf, erwarten 67 Prozent der IVG-Firmen, dass sich ihre Geschäftslage in diesem Jahr verbessern und die Nachfrage im In- und Ausland anziehen wird. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen bestätigen aktuell ebenfalls eine gute Ausgangssituation für 2014. Die Arbeitslosigkeit und Inflation sind niedrig, Löhne und Gehälter steigen. Dennoch sieht man die Lage im grünen Markt im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen nicht ganz so optimistisch. Lediglich 60 Prozent der IVG-Firmen bezeichnen sie als gut.

Hersteller von Garten- und Rasenpflegegeräten liegen mit ihrer Bewertung für das Gartenjahr 2013 über dem Durchschnitt, denn sie konnten während des Sommers noch Umsätze wettmachen und von Nachholeffekten profitieren. Das Lebende Grün und Sortimente wie Erden, Dünger, Pflanzenschutz und Töpfe, die eng mit der Pflanze zusammenhängen, taten sich in 2013 demgegenüber deutlich schwerer. Hier hat der Verbraucher kaum mehr Nachholkäufe im späten Frühjahr getätigt. Eindeutiger Renner in 2013 – und wohl auch in diesem Jahr – sind Gartengeräte mit Robotertechnologie sowie Produkte zum Grillen und Kochen im Garten.

Das operative Geschäft der IVG-Firmen wurde in 2013 maßgeblich durch die spürbaren Strukturveränderungen im Handel geprägt. Neue Bedingungen der Kreditversicherungen sowie der stark wachsende Vertriebsweg E-Commerce und die damit abnehmende Preisstabilität beeinflussten den Markt zusätzlich. Der Online-Kanal verzeichnet nach Ansicht der IVG-Mitgliedsunternehmen das deutlichste Wachstum und wird auch in 2014 seinen Anteil am Mix der Vertriebswege ausbauen.

Daneben wird in den Augen von mehr als der Hälfte der IVG-Firmen der Fachhandel weiterhin erfolgreich sein, solange er sich durch bessere Qualität, mehr Service und größerer Spezialisierung vom übrigen Handel deutlich differenziert. (ivg)