TASPO GartenMarkt

„Jedes Gartencenter kann ein riesiges Sortiment anbieten“

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Das Software-Unternehmen Green Solutions aus Oldenburg hat mit zwei Kooperationen ein ehrgeiziges Online-Handelsprojekt erarbeitet: die beiden Digitalisierungsstrategien könnten das Gartencenter-E-Commerce spürbar verändern. Heike Hoppe sprach für die TASPO mit Geschäftsführer Alexander Kelm.

Alexander Kelm erklärt im Interview mit der TASPO, inwieweit Gartencenter durch das sogenannte "Dropshipping" profitieren. Foto: Green Solutions

Herr Kelm, gleich zwei große Gartencenter-Vereinigungen – der Verband Deutscher Gartencenter (VDG) und der Gartencenter-Verbund Sagaflor – bieten ihren Mitgliedern Anfang 2019 in Kooperation mit Ihnen neue Online-Shopsysteme an. Was genau ist neu, und warum sprechen Sie von einem „Riesenschritt für den Gartenfachhandel“?

Durch ihre neuen Digitalstrategien machen beide – die VDG-Mitglieder und die Sagaflor-Partner – einen Riesenschritt zu mehr Sichtbarkeit und Verfügbarkeit ihrer Sortimente im Internet. Mit der Vernetzung der Sortimente einerseits und der Schaffung von Standards andererseits ist jeder Webshop groß und konkurrenzfähig, unabhängig von der Größe des Gartencenters selbst. Der VDG-Webshop Olerum etwa ändert seine Strategie vom Online-Versender zum Dropshipper.

„Dropshipping“ scheint im E-Commerce gerade das neue Zauberwort zu sein. Können Sie uns kurz erklären, was damit gemeint ist?

Dropshipping ist eigentlich kein neuer Begriff. In der Logistik spricht man von Dropshipping, auch „Streckengeschäft“, wenn ein Händler seine Waren bei einem Großhändler lagert und im Fall einer Kundenbestellung die Ware direkt von dem Großhändler an den Endkunden versendet wird.

Im Zusammenhang mit dem Online-Handel bekommt Dropshipping aber eine neue Dimension der Sortimentsgestaltung: Der Online-Händler bietet in seinem Webshop Produkte an, ohne sie selbst auf Lager zu haben. Wenn ein Kunde ein solches Produkt bestellt, versendet es der Webshop-Betreiber nicht selbst; die Bestellung wird an einen „Dropshipper“ geleitet, also zum Hersteller oder Großhändler, der die Ware dann direkt zum Kunden schickt. Der Endkunde merkt gar nicht, ob die Lieferung dropgeshippt wurde. Zu keiner Zeit weiß er, wer der Großhändler ist, weil er nur Kontakt mit dem Webshop-Betreiber hat.

Was genau ist der Vorteil von Dropshipping speziell für Gartencenter?

Jedes Gartencenter kann plötzlich – unabhängig von seiner Größe und seinem Lagerbestand – ein riesiges Sortiment anbieten und ist damit online groß und sichtbar. Und vor allem konkurrenzfähig. Das bekannteste Beispiel für einen „sichtbaren“ Online-Händler mit „unsichtbaren“ Lieferanten ist Amazon.

Das gesamte Interview sowie Kommentare aus der Branche lesen Sie in TASPO 49/2018, die heute erschienen ist und die Sie auch in unserem TASPO Shop digital abrufen können.