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JKI-Institut: Hagel zerstört wertvolle Züchtungen in Quedlinburg

Von der Unwetterfront in Quedlinburg am 24. August 2011 ist auch das Julius-Kühn-Institut (JKI) stark betroffen. Eine der größten Gewächshausanlagen Deutschlands wurde von dem Hagel zerschlagen. Auch die dort gezüchteten gartenbaulichen Kulturen wie Zierpflanzen, Gemüse und Kräuter sind betroffen. Das Ausmaß ist allerdings noch nicht absehbar. Die Kosten belaufen sich allein für das neue Glas inklusive geleisteter Arbeitszeit auf 240.000 Euro.

Beschädigte Gewächshausanlage des JKI in Quedlinburg. Foto: JKI

Die Regelungstechnik für Belüftung und Bewässerung musste wegen des eindringenden Regenwassers abgeschaltet werden. Es konnten einige Pflanzen mithilfe des Technischen Hilfswerks evakuiert und in Klimakammern des Hauses, die nicht betroffen sind, sowie zum Standort Braunschweig transportiert werden.

Auch die wertvollen Blattlauszuchten wurden gerettet. Die meisten Pflanzen befinden sich aber zurzeit noch in der Gewächshausanlage. Durch das Abschalten der Regelungstechnik droht die Gefahr des Austrocknens. Nur kurzzeitig kann die Technik eingeschaltet und versucht werden zu wässern.

Ob die Züchtungsprojekte ihr Ziel erreichen, bleibt bislang unklar. Verzug wird es sicherlich geben, viele benötigen einen Neustart – soweit die finanziellen Mittel gegeben sind. Für einige Projekte ist die Finanzierung nur für eine bestimmte Zeit garantiert.

Wie es danach weitergeht, ist zurzeit unklar. Die Reparaturarbeiten der Gewächshausanlage gehen nach Angaben des JKI in Quedlinburg jedoch zügig voran: Die beschädigten Glasscheiben wurden bereits entfernt, 2.000 Einscheibensicherheitsglas geliefert.

Inzwischen ist ein Großteil der neuen Scheiben montiert. Welche Kosten für die Reparatur der Elektronik anfallen, wird erst noch ermittelt, da der Zugang zu den Schaltschränken noch untersagt ist.