TASPO GartenMarkt

Jubiläum: 100 Jahre FloraHolland

Die Blumenversteigerung FloraHolland feiert in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen. Unter dem Motto „100 Jahre Farbe“ wird das Jubiläum im kommenden Herbst auf den Märkten in Aalsmeer, Bleiswijk, Eelde, Naaldwijk und Rijnsburg mit Tagen der offenen Tür sowie mit festlichen Zusammenkünften für Genossenschaftsmitglieder, Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner feierlich begangen. 

Versteigerungsuhr vom Beginn des letzten Jahrhunderts. Fotos: FloraHolland

Vor hundert Jahren organisierten Züchter auf dem Billardtisch eines Cafés die erste lokale Blumenversteigerung. Ein Jahrhundert später ist FloraHolland nach wie vor ein expandierendes, global operierendes Versteigerungsunternehmen.

Die Genossenschaft wird täglich von 8.000 Züchtern aus dem In- und Ausland mit Blumen und Pflanzen beliefert, und 2.500 professionelle Kunden (darunter viele Exporteure und Großhändler) kaufen jeden Tag in dem gut 4.000 Mitarbeiter starken Unternehmen ein. Die Versteigerung verzeichnet einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verkauft über zwölf Milliarden Blumen und Pflanzen pro Jahr.

Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur niederländischen Wirtschaft. Ungeachtet ihres ständigen Wachstums und des großen Umfangs sind die Blumenversteigerungen Genossenschaften geblieben.

5.000 der insgesamt 8.000 Blumen- und Pflanzenlieferanten von FloraHolland sind Genossenschaftsmitglieder und damit die gemeinsamen Eigentümer des Versteigerungsunternehmens. Sie wählen den aus neun Blumen- und Pflanzenzüchtern bestehenden Versteigerungsvorstand aus ihrer Mitte und verfügen durch die allgemeine Mitgliederversammlung über die höchste Autorität in der Genossenschaft.

Die nicht profitorientiert arbeitende Genossenschaft ist bestrebt, den optimalen Preis für die Blumen und Pflanzen der Mitglieder bei möglichst niedrigen operativen Kosten zu erzielen. Die ersten mechanischen Versteigerungsuhren weisen nur noch wenige Gemeinsamkeiten mit den virtuellen Uhren von heute auf. Doch Funktion und Arbeitsweise der Uhr haben sich im Grunde nicht verändert.

Auch 2011 stellt die Versteigerungsuhr – die inzwischen als Projektion oder virtuell aus der Ferne genutzt wird – noch immer ein wichtiges Verkaufsinstrument dar. In die Zukunft der Versteigerungsuhr wird fortwährend investiert; und zwar in digitale Verkaufstechniken ebenso wie in die Vermittlung direkter Blumen- und Pflanzentransaktionen (über FloraHolland Connect).

Vom gesamten Versteigerungsumsatz werden rund 85 Prozent durch Handelsunternehmen in ungefähr 140 Länder exportiert. Die wichtigsten Kunden sind in Westeuropa ansässig (vornehmlich in Deutschland, England und Frankreich).

Die stärksten Wachstumsmärkte für den niederländischen Blumenexport sind die mittel- und osteuropäischen Länder sowie Russland. In den Niederlanden und auf den Exportmärkten werden neben niederländischen Produkten in zunehmendem Maße auch Blumen und Pflanzen aus internationaler Produktion verkauft.

Mit einem Import aus 60 Ländern kommt der Blumenversteigerung FloraHolland hierbei große Bedeutung als kommerzielle und logistische Drehscheibe zu.