TASPO GartenMarkt

Kleinere Verpackungsgrößen und Convenience-Produkte gefragt

Den gesamten Einzelhandel, auch die Vertriebswege im Gartenmarkt, untersucht die BBE-Unternehmensberatung in Köln. Dr. Horst Brandenburg stellte einige aktuellen Ergebnisse sowie seine Prognosen für die kommenden Jahre auf der Jahrestagung des Fachverbandes Zierpflanzen Rheinland am 22. November in Straelen vor. Zentrales Thema bleibt das Alter, darum wird sich in Zukunft alles drehen, sagte er. Das bedeutet aber auch, dass die Gartenthemen weiterhin sehr beliebt bleiben oder sogar noch zulegen können. Die Haupt-Vertriebswege liegen derzeit im Gartenmarkt bei etwas über der Hälfte im Fachhandel und etwa 34 Prozent im Nichtfachhandel sowie einigen weiteren kleineren Vertriebswegen. Darunter entfallen auf Gärtnereien und Blumenfachgeschäfte 28,3 Prozent, auf Fachgartencenter 14 Prozent und auf Motoristen 5,2 Prozent. Der Nichtfachhandel verteilt sich in Baumärkte, die 20,8 Prozent des Gartenmarktes halten, auf SB-Warenhäuser mit 5,2 Prozent und auf Discounter mit 4,8 Prozent. Das von Brandenburg so genannte Fachhandwerk macht mit GaLaBau 2,6 Prozent und mit den Baumschulen 3,8 Prozent der gesamten Warenströme im Gartenmarkt aus. Die wichtigsten Einflüsse für die kommenden Jahre sieht er in den Themen Alter und Gesundheit mit allerlei Dienstleistungen und Vorsorge. Die so genannte "Singlisierung" - es gibt immer mehr einzeln lebende Menschen - führt dann dazu, dass beispielsweise kleinere Verpackungsgrößen und Convenience-Produkte bevorzugt werden. Durch die Feminisierung der Gesellschaft werden weiche Faktoren immer wichtiger, und auch die Mobilität der Gesellschaft wird immer mehr zunehmen. Die Migration erfordert neue Angebote an Waren und fördert die Sprachenvielfalt. Die Individualisierung in der Gesellschaft steigt noch, was bedeutet, es wird eine große Sortenvielfalt im Angebot benötigt.