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Klimasteuerung unter Glas: bei der Entfeuchtung Energie sparen

In Abhängigkeit von der Kultur kommt es in geschlossen betriebenen Gewächshäusern zu einer Erhöhung der relativen Luftfeuchte. Festzustellen ist dies insbesondere im Gemüsebau, bei Kulturen mit großer Blattfläche, die auf die höhere Luftfeuchte oft mit phytosanitären oder pflanzenphysiologischen Problemen reagieren.

Das Trockenheizen vermindert die relative Luftfeuchte kaum. Foto: ZINEG

Dazu gehören beispielsweise die Ausbreitung von Mehltau oder die verminderte Fruchtausbildung. In der gärtnerischen Praxis wird der hohen Luftfeuchte als vermeintlicher Ursache der Pflanzenreaktionen oft das energieaufwendige Trockenheizen entgegengesetzt. Dass dies aber die Wasserdampfkonzentrationsdifferenz vergrößert und dadurch sowohl die Transpiration der Pflanzen als auch die Nachlieferung von Wasserdampf ansteigt, weist die Zukunftsinitiative Niedrigenergie Gewächshaus (ZINEG) am Forschungsstandort Berlin-Dahlem wissenschaftlich nach.

Im dortigen, mit 307 Quadratmeter Grundfläche ausgestatteten Kollektorgewächshaus kann mit Hilfe einer kombinierten Anwendung von im Dachraum angeordneten Kühlrippenrohren und einer integrierten Wärmepumpe wirkungsvoll gekühlt und gleichzeitig entfeuchtet werden.

Das geschlossene System des Kollektorhauses ist mit einer Gesamtkühlfläche von 684 Quadratmetern (insgesamt 342 Meter Rippenrohrwärmetauscher) und einer wärmepumpenspezifischen Kühlleistung von 100 Kilowatt ausgestattet. Unter diesen Voraussetzungen lässt sich eine maximale Kühlleistung von 390 W/m2 und ein Wasserentzug durch die Kondensatgewinnung von einem Liter pro Quadratmeter und Tag erzielen.

Lesen Sie mehr zum Thema in der aktuellen TASPO Ausgabe 17/2013(ks)