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Kooperation will Entwicklung von Vertical Farming fördern

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Während die Indoor-Produktion von Lebensmitteln in Asien bereits wirtschaftlich betrieben wird, steckt der Bereich Vertical Farming in der Praxis hierzulande noch in den Kinderschuhen. Das soll eine strategische Partnerschaft der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) und der Association for Vertical Farming (AVF) jetzt ändern.

Die vertikale Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln gewinnt mit steigender Urbanisierung immer mehr an Bedeutung. Symbolfoto: BrightAgrotech/Pixabay

Vertical Farming als internationaler Wachstumsmarkt

„Die Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln im urbanen Raum stellt einen weltweiten Wachstumsmarkt dar“, erklärt Tobias Eichberg, Geschäftsführer DLG-Ausstellungen. Speziell in Asien, wo die Urbanisierung laut DLG weit intensiver und schneller voranschreitet als in Europa, werden beispielsweise Salate bereits im großen Stil in vertikalen Großfarmen erzeugt. In Europa, speziell in Deutschland, stecken Vertical-Farming-Anwendungen in der Praxis dagegen noch in den Anfängen, so Eichberg. „Deutschland ist im Bereich der Forschung allerdings vorne mit dabei und begleitet den Trend zur Indoor-Produktion von Spezialkulturen, abgekoppelt von Agrarflächen. Denn letztere sind begrenzt und nehmen durch alternative Nutzung weiter ab. Es braucht also den Blick nach vorn, von der DLG gemeinsam mit dem fachlichen Partner der Association for Vertical Farming.“

Non-Profit-Organisation AVF mit weltweit rund 180 Mitliedern

Mit derzeit etwa 180 Mitgliedern weltweit setzt sich die 2013 in München gegründete AVF nach eigenen Angaben als einzige international tätige Non-Profit-Organisation dafür ein, das nachhaltige Wachstum und die Entwicklung der Vertical-Farming-Industrie und -Bewegung zu fördern – unter anderem durch Forschungsprojekte, Kooperationen, Veranstaltungen und den Aufbau eines Netzwerks aller aktiv beteiligten Unternehmen, Experten und Forschungseinrichtungen der Vertical-Farming-Branche, wie die AVF-Vorsitzende Christine Zimmermann-Lössl erläutert. „Mit der DLG als international agierender Fachorganisation und Veranstalter führender Messen und Konferenzen gewinnen wir einen Partner, der Inhalte und Strategien des Vertical Farmings in den internationalen Agrar-Netzwerken verankert und neue Plattformen und Kanäle des fachlichen Austauschs mit der landwirtschaftlichen Praxis fördert“, so Zimmermann-Lössl.

Geplante Schwerpunkte der Kooperation von DLG und AVF

Im Rahmen der jüngst vereinbarten Kooperation wollen DLG und AVF unter anderem gemeinsame Plattformen für den Wissensaustausch sowie ein Branchen-Netzwerk schaffen. Ein weiterer Schwerpunkt der strategischen Partnerschaft soll den Angaben zufolge die Erstellung regelmäßiger Fachpublikationen sein, angedacht sind außerdem Umfragen unter Landwirten zum Wissenstand und den Perspektiven von Indoor/Vertical Farming, wie die beiden Organisationen erklären. Darüber hinaus ist auch die gemeinsame Entwicklung von Veranstaltungen im Rahmen bestehender und neuer Projekte geplant. Dazu zählen die Agritechnica Asia und Horti Asia in Bangkok, die International Vertical Farming & Food System Conference in München sowie weitere neue digitale und physische Veranstaltungsformate. Als erste gemeinsame Veranstaltung kündigen DLG und AVF eine Expertenrunde zum Thema „Trends und Herausforderungen für das Indoor Farming in Asien“ an, die am 29. Juli im Rahmen der Agritechnica Asia/Horti Asia Digital Talks stattfinden soll.

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