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Kritik an Künasts Personalpolitik

Die Kritik an den jüngsten personalpolitischen Entscheidungen von Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast reißt nicht ab. Die stellvertretende agrarpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marlene Mortler, warf der Ministerin vergangene Woche eine „willkürliche und verantwortungslose Personal- und Organisationspolitik“ vor, die allein ideologisch begründet und sachlich nicht zu rechtfertigen sei.

Mortler wertete die nach ihrer Einschätzung grundlose Entlassung des langjährigen Leiters der Abteilung 5 „Ländlicher Raum, Sozialordnung, Pflanzliche Erzeugung“, Prof. Hermann Schlagheck, als Beleg dafür, „dass Frau Künast an einer umfassenden fachlichen Beratung nicht interessiert ist“. Dieser Eindruck werde noch dadurch verstärkt, dass diese wichtige Abteilungsleiterstelle mit einem Nachfolger besetzt werden solle, „der bislang mehr durch grün-ideologischen Eifer als durch fachliche Beiträge aufgefallen ist“, so die CSU-Politikerin in Anspielung auf die inzwischen bestätigte Besetzung des Abteilungsleiterpostens durch Eckhard Engert. Scharfe Kritik an der Personalpolitik der Ministerin äußerte auch der Beauftragte der Unionsfraktion für die Bio- und Gentechnologie, Helmut Heiderich. Heiderich sieht in der Besetzung der Leitungsposition in der Abteilung 5 mit Engert einen Hinweis darauf, „dass die Gruppierungen der Gentechnik-Gegner eine weitere Schlüsselposition in die Hand bekommen sollen“.