Künstliche Intelligenz treibt den Unternehmenserfolg an

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Durch künstliche Intelligenz können Unternehmen der Grünen Branche besser ergründen, wer ihre Kunden wirklich sind, glaubt Alexander Kelm, Geschäftsführer Green Solutions. Foto: Green Solutions

Künstliche Intelligenz ist für deutsche Unternehmen längst keine Zukunftsvision mehr. Alexander Kelm, Geschäftsführer Green Solutions, erklärt praktische Anwendungsbeispiele und das aktuelle Projekt zur Künstlichen Intelligenz in seinem Unternehmen.

Verspricht Künstliche Intelligenz eine Revolution? Mittlerweile können Kundenprofile durch intelligente Software automatisiert erstellt und so gezielte Maßnahmen für Marketing und Vertrieb ausgesteuert oder Schadbilder an Pflanzen einwandfrei identifiziert und geeignete Methoden zum Pflanzenschutz eingesetzt werden. Vorausgesetzt allerdings, dass das System auch die relevanten Daten findet. Was bedeutet diese Entwicklung für den Erfolg eines Unternehmens? Werden Bereiche wie Service und Beratung, Marketing und Vertrieb in Zukunft völlig überflüssig und von Künstlicher Intelligenz abgelöst? Was kann Künstliche Intelligenz leisten und was nicht?

Künstliche Intelligenz beherrscht wie digital Signage als Trendthema die Medien. Ist das ein typischer Overhype oder ist KI inzwischen auf dem Weg ein unverzichtbarer Leistungsbestandteil von Software zu werden?

Für Themen dieser Art ist es durchaus typisch, dass sie zunächst durch die Decke gehen. Bei den sozialen Medien war das ähnlich, doch mittlerweile sind zum Beispiel Facebook und Twitter ein fester Bestandteil im Kommunikationsmix geworden. Der entscheidende Unterschied ist, dass KI nicht nur ein Kanal, sondern eine automatisierte, intelligente Unterstützung von Systemen ist. Durch die Vielzahl an Kanälen ist es immer komplexer und schwerer festzustellen, wo der Kunde steht und wie er am besten abgeholt werden kann.

Doch egal um welche Software es sich handelt, KI macht Systeme zum ersten Mal intelligent. Bisher hat der Mensch diese Systeme mit Daten gefüttert, doch diese Daten reichen inzwischen nicht mehr aus. KI macht es möglich, dass Systeme viel weiter gehen – bis zum Verstehen von Signalen aus den Märkten, dem Supply Chain oder dem Service. So bekommen sie ein viel breiteres Bild von unserem Kunden als vorher.

Wenn es um Big Data geht, geht es darum Daten im großen Stil zu sammeln und intelligent zu vernetzen. Doch dadurch ist die Datennutzung eher noch komplexer und schwieriger geworden. Wo bietet KI die Chancen, diese Komplexität zu reduzieren?

Es ist richtig, dass die Komplexität steigt. Durch KI können Daten aber verwertbar werden und es wird möglich mit Daten dynamisch umzugehen und sie so noch effektiver zu nutzen. Inzwischen gibt es schon viele Anwendungen, die KI-gesteuert sind, wie zum Beispiel Mähroboter, selbstfahrende Autos oder ein Roboter der gezielt Unkraut mit einem Laser beschießt. Im Endeffekt ist KI aber eine Blackbox: Oben werden Daten hinein geworfen und unten kommen Ergebnisse heraus. Hier ist unbedingt zu prüfen, wie KI eingesetzt werden soll.

Ist KI als Assistent gedacht, der Prozesse und Anwendungen unterstützt oder als System, das Entscheidungen für mich trifft? Im Zusammenhang mit Automatisierungen bedeutet KI übrigens nicht unbedingt einen Verlust von Arbeitsplätzen, sondern viel mehr eine Verlagerung, durch die Unternehmen einen großen Mehrwert schaffen können. KI nimmt erst einmal Arbeit ab. Damit kann der Mensch höherwertige Arbeiten übernehmen und zusätzlich mit dem System arbeiten. Mehr Qualität durch KI ist aber eine Frage der Definition. Jedes Unternehmen sollte für sich eine Messlatte definieren, um die Investition in KI zu messen und zu rechtfertigen.

Die Frage ist also, wie diese Messlatte definiert wird?

Ja, denn in Sachen KI kann genauso viel gewonnen wie falsch gemacht werden. Kosten isoliert zu betrachten ist nicht immer sinnvoll. Plattformen wie Facebook und Google sind heute schon zu großen Teilen von KI gesteuert oder gestützt. Sie können automatisch auf Ziele hin optimieren und das anhand einer Anzahl von Datenpunkten beziehungsweise Signalen, die die Kapazitäten eines Menschen bei Weitem überschreiten würden. Bei der Krebsdiagnose schneidet KI inzwischen besser ab als die besten Mediziner, weil das System in der Lage ist, auf Millionen von Daten zurückzugreifen und auszuwerten.

Das komplette Interview lesen Sie im TASPO GartenMarkt, der am Freitag, 5. Januar, erscheinen wird.

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