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Ladenschluss: Länder planen längere Öffnungszeiten

Am 7. Juli hat der Bundesrat die Förderalismusreform verabschiedet. Betroffen ist auch der Ladenschluss, der nun in die Kompetenz der Länder fällt.

Hessens Ministerpräsident Roland Koch will nach der Sommerpause einen Gesetzentwurf vorlegen, nach dem die Läden von Montag bis Samstag 24 Stunden lang geöffnet sein können. Ähnliche Regelungen planen auch Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hamburg, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Das Saarland möchte an den bisherigen Öffnungszeiten festhalten. "Unter dem Strich positiv, weil wir in Hoch-Zeiten in der Saison besser reagieren können", bewertet Martina Lok, Geschäftsführerin des Verbandes Deutscher Gartencenter, die geplante Liberalisierung des Ladenschlusses. Mit einer Umsatzsteigerung rechnet sie aber nicht, eben so wenig mit mehr Arbeitsplätzen. Es werde mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten geben, was wiederum einen planerischen Mehraufwand für die Unternehmen bedeute. Als Einschränkung empfindet sie es, dass die Öffnungszeiten am Sonntag nicht großzügiger gehandhabt werden sollen. Bislang können die Geschäfte zwei Stunden zum Verkauf von Blumen und Pflanzen öffnen. "Es ist den Kunden aber schwer zu vermitteln, dass sie in dieser Zeit zwar die Pflanze kaufen können, nicht aber den passenden Topf dazu."