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Lidl: Nur noch nachhaltige Blumen und Pflanzen

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Nach Aldi will nun auch Lidl künftig nur noch „Blumen und Pflanzen“ aus nachweislich nachhaltiger Produktion anbieten. Bis Ende 2019 sollen alle Gewächse das GGN Verbraucherlabel von GlobalGAP tragen.

Die Landgard ist ein Befürworter des GGN-Verbraucherlabels für Zierpflanzen, Obst und Gemüse. Foto: Landgard

GGN-Label für Lidl-Pflanzen: Anforderungen für Lieferbetriebe steigen

Mit der Konzentration auf zertifizierte Pflanzen steigen auch die Anforderungen für die Betriebe, die Lebendgrün und Schnittblumen an den Discounter verkaufen. „Alle unsere weltweiten Erzeuger von Blumen und Pflanzen müssen nach dem GlobalGAP-Standard oder einen von GlobalGAP anerkannten, vergleichbaren Standard zertifiziert sind und das Zusatzmodul GRASP (Risk Assessment on Social Practice) erfolgreich durchgeführt haben“, heißt es auf Anfrage der TASPO GartenMark-Redaktion.

Schon heute seien rund 85 Prozent unserer Blumen und Pflanzen durch GlobalGAP, Fairtrade oder durch das niederländische „Milieu Projekt Sierteel“ zertifiziert. Auch bei Obst und Gemüse setzt der Discounter ausschließlich auf nachhaltig produzierte Ware.

Hier finden Sie das Positionspapier, in dem das Unternehmen die Anforderungen an Produkte und Partnerbetriebe beschreibt.

Aldi setzt ebenfalls auf nachhaltige Blumen und Pflanzen

Bereits im Dezember meldete Konkurrent Aldi, dass er vermehrt GGN-zertifizierte Blumen und Pflanzen in das Sortiment übernehmen werde.

„Nachhaltige Produkte sollen zu einer Selbstverständlichkeit für Handel und Verbraucher werden. Die Blumen- und Pflanzen-Einkaufspolitik ist ein weiteres Bekenntnis zu unserer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie“, sagte Dr. Julia Adou, Leiterin Corporate Responsibility bei Aldi Süd. Im Rahmen der Einkaufspolitiken setzen sich die Discounter unter anderem für die Minimierung von Pflanzenschutzmitteln sowie den Schutz der Arbeiter ein: „Wir möchten gemeinsam mit unseren Lieferanten für einen Blumen- und Pflanzenanbau sorgen, der sowohl die Umwelt schont als auch die Gesundheit der Arbeiter berücksichtigt“, so Erik Hollmann, Leiter Corporate Responsibility Non-Food bei Aldi Nord.

Beide Discounter führen an, die Transparenz stärken zu wollen, woher die Produkte stammen, die der Endkunde kauft.

Landgard: großer Befürworter des GGN-Verbraucherlabels

Die Landgard gilt als großer Befürworter des Labels. Die Erzeugergenossenschaft hatte im September vergangenen Jahres zum Start des GGN-Gütesiegels gemeinsam mit der Zertifizierungsorganisation GlobalGAP (Köln) unter anderem Vertreter der großer Handelsketten in den seit vielen Jahren GlobalGAP-zertifizierten Betrieb von Wilhelm Baum eingeladen.

Nach Ansicht von Thomas Schlich, Geschäftsführer Landgard Obst & Gemüse, hilft das neue Label zu beweisen, dass die Betriebe gut und nachhaltig arbeiten. Es stehe für die „personifizierte Produktion“ und den direkten Dialog. Bei dem GGN-Label sollen Doppelarbeit und Zusatzkosten für die Betriebe vermieden werden. Es sollte einfach zu handhaben sein, sagte Schlich.