Löst der Akku das Kabel bald komplett ab?

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Bis 2030 werden Akkubetriebene Werkzeuge kabel- und verbrennungsmotorbetriebene Geräte vom Markt verdrängen. Foto: Einhell Germany AG

Die Akkutechnologie ist weiterhin auf dem Vormarsch, verschiedene Hersteller setzen daher immer mehr auf Werkzeuge und Gartengeräte, die ohne Kabel auskommen. Laut einer aktuellen Studie werden kabelgebundene oder benzinbetriebene Werkzeuge und Gartengeräte bis zum Jahr 2030 vollständig ersetzen. 

Studie basiert auf Expertise von Experten

Die vorliegende Delphi-Studie wurde vom Gerätehersteller Einhell und der WHU Otto Beisheim School of Management durchgeführt. Im Rahmen der Studie diskutierten dabei 60 ausgewiesene Experten über Zukunftsthesen, was anschließend umfassend ausgewertet wurde. „Wir wollten keine Vielzahl von Einzelstimmen, wie bei Umfrage-basierten Studien, sondern eine fundierte Expertise der Experten, um so eine umfassende Perspektive auf das Thema zu bekommen“, sagt Studienleiter Professor Dr. Sascha L. Schmidt, Leiter des Center for Sports and Management der WHU Otto Beisheim School of Management. Die Wurzeln der Akkutechnologie liegen demnach rund zwei Jahrzehnte zurück, als die ersten Lithium-Ionen-Akkus die bisherige Nickel-Cadmium-Technik ablösten.

20 Jahre Entwicklungsarbeit

Einer der Vorteile der neuen Akku-Generation war, dass sie sich nicht mehr selber entluden und auch über längere Zeit unbenutzt im Werkzeugschrank lagern konnten und dennoch bereit waren für ihren nächsten Einsatz. Außerdem besaßen und besitzen die neuen Akkus keinen Memory-Effekt mehr. Hiermit traf man den Nerv bei den Anwendern. Die Weiterentwicklung der Technologie war aber längst nicht abgeschlossen, mittlerweile konnte die Energiekapazität auf nahezu das Doppelte erweitert werden. Außerdem setzen die Hersteller mittlerweile darauf, sämtliche Geräte mit ein und demselben Akku betreiben zu können. Einige Hersteller schlossen sich sogar schon zu Allianzen zusammen, um markenübergreifend dieselben Akkus zu nutzen. Bei Einhell sieht man sich in der Entwicklung der Akku-Plattform Power X-Change auf dem richtigen Weg, wie die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres belegen.

Bis 2030 nur noch Akkugeräte

„Das Thema Akku und der damit verbundene Trend der Studie bewegen die Menschen offenbar sehr stark. Dies zeigt uns, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden und Einhell die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit getroffen hat“, freut sich Einhells Vorstandsvorsitzender Andreas Kroiss. „Einhell hat mit der Akku-Plattform Power X-Change und dem Versprechen: ‚Ein Akku für alle Geräte‘, Maßstäbe gesetzt. Nicht umsonst ist Einhell in vielen Segmenten Marktführer in Deutschland und regelmäßig auch Testsieger.“ Demnach wolle man das Sortiment, welches aktuell über 200 Geräte umfasst bis 2025 auf 350 Geräte ausbauen. Die Experten der Studie erwarten sogar, dass bis 2030 ausschließlich Geräte mit Akku den Markt beherrschen werden und kabel- und verbrennungsmotorgebundene Geräte vollkommen vom Markt verdrängt werden.

Cookie-Popup anzeigen