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Mähroboter: Gefahr für spielende Kinder?

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Zum Start der Gartensaison hat die Stiftung Warentest acht Rasenroboter für Flächen von 200 bis 3.000 Quadratmetern unter die Lupe genommen und unter anderem auf Sicherheitsrisiken untersucht. Das erschreckende Ergebnis: Vor allem für spielende Kinder können die Geräte zum Teil gefährlich werden.

Wie leicht lassen sich Rasenroboter handhaben und welche Sicherheitsrisiken bergen die Geräte eventuell? Das hat die Stiftung Warentest untersucht. Foto: milachka/Fotolia

Stoppen Mähroboter vor spielenden Kindern?

Für ihren Test hatten die Warenprüfer unter anderem verschiedene mögliche Unfallszenarien mit spielenden Kindern nachgestellt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, ob die Mähroboter rechtzeitig vor einem stehenden, einem krabbelnden sowie einem liegenden Kind stoppen würden.

„Ein stehendes Kind erkannten alle Rasenroboter. Bei krabbelnden Kindern hielten sechs ebenfalls rechtzeitig an. Zwei fuhren auf die Fußattrappe auf und hinterließen deutliche Schnitte an dem Kinderschuh“, so die Stiftung Warentest. An bloßen Füßen seien hier heftige Verletzungen zu befürchten, wie tatsächlich passierte Unfälle bereits gezeigt hätten. Entsprechend vergaben die Warenprüfer hier auch das Urteil „mangelhaft“.

„Vor den ausgestreckten Händen eines liegenden Kindes dürfte indes keiner der Mäher haltmachen“, so die Vermutung der Tester, die auch Handattrappen einsetzten – mit dem Ergebnis, dass die Messer jedes Mal die Prüffinger erreichten.

Fast alle Rasenroboter mähen gut

In ihrer „Kernkompetenz“ – dem Kürzen des Rasens – schneidet die überwiegende Mehrheit der getesteten Rasenroboter dagegen gut ab. Sogar an Stellen, an denen die Geräte häufig rangieren, beispielsweise vor der Ladestation. Enttäuschend fiel das Ergebnis laut Stiftung Warentest lediglich bei einem Modell aus, wo durch unsaubere Schnitte ausgefranste, bräunende Grasspitzen entstanden.

Weiteren Punktabzug gab es von den Warentestern für mangelhafte Haltbarkeit, die ein anderes Rasenroboter-Modell zeigte. Außerdem fiel im Test negativ auf, dass zwei Ladestationen ihren Dienst quittierten.

Analysiert wurde zudem das Datensendeverhalten der Rasenroboter – denn immerhin die Hälfte der getesteten Mäher lässt sich über iOS- und Android-Apps programmieren. Drei Android-Apps sendeten Daten wie etwa den jeweiligen Mobilfunkanbieter, was laut Stiftung Warentest nicht für den Betrieb erforderlich ist und deshalb von den Testern kritisch bewertet wurde. Bei iOS-Apps sei dieses Datensendeverhalten dagegen nicht vorgekommen.

Auch Handhabung der Geräte bewertet

Ebenfalls in die Bewertung der Tester eingeflossen ist die Handhabung der verschiedenen Rasenroboter, wozu laut Stiftung Warentest unter anderem das Installieren des Begrenzungskabels, das vorhandene Installationszubehör, der Aufwand zum Aufstellen und Demontieren der Ladestation sowie die regelmäßige Reinigung und Wartung gehörten.

Unterm Strich fällten die Warentester das Urteil, dass keiner der acht getesteten Rasenroboter – darunter Geräte von Al-Ko, Bosch, Gardena, Honda und Husqvarna – besser als „befriedigend“ abschneidet.