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Mangelhafte Pflanzenschutz-Beratung: BUND fordert Verkaufsverbot in Garten- und Baumärkten

Eine mangelhafte Beratung beim Kauf von Pestiziden in Garten- und Baumärkten kritisiert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und fordert deshalb ein Verkaufsverbot für umwelt-, gesundheits- und bienengefährdende Pestizide in Bau- und Gartenmärkten. 

Der BUND nahm in seinem Test die Beratung beim Kauf von Pflanzenschutzmitteln in Garten- und Baumärkten unter die Lupe. Foto: BUND

Die Tester hatten in 14 Berliner und zwei Potsdamer Garten- und Baumärkten geprüft, ob beim Verkauf der Produkte „Calypso Schädlingsfrei“ und „Lizetan Zierpflanzenspray“ von Bayer sowie bei Präparaten mit dem Wirkstoff Glyphosat (zum Beispiel „Roundup“ von Monsanto) die Bestimmungen des Pflanzenschutzgesetzes eingehalten werden.

Nur ein Markt bestand Test mit „gut“
Außerdem wurde die Beratungsleistung der Märkte in Bezug auf Gesundheitsschutz und „Bienenverträglichkeit“ bewertet. Nur ein einziger Markt bestand laut BUND den Test mit „gut“. „Unseren Testern wurden glyphosathaltige Präparate wie Roundup mehrfach für versiegelte Flächen empfohlen. Das ist ein ernster Gesetzesverstoß“, so der BUND-Pestizidexperte Tomas Brückmann.

Im Fokus stand ferner das Neonikotinoid Thiacloprid. Die Zulassungsbehörden listeten den Stoff zwar noch als „bienenverträglich“, jedoch sei die Gefahr von Thiacloprid für Bienen Anfang 2014 in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen worden. Hier seien die Zulassungsbehörden gefordert, dem Wirkstoff Thiacloprid die Einstufung „bienenverträglich“ zu entziehen. „Wir sehen nicht in erster Linie die Verkäufer in der Verantwortung, sondern die Bundesregierung, die umwelt- und gesundheitsgefährdende Produkte verbieten muss“, so der BUND.

Den kompletten Gartencenter-Testreport des BUND können Sie unten stehend als PDF downloaden. (ts)