TASPO GartenMarkt

Markteinschätzung: Gartencenter wandeln sich zum Erlebnispark

7,4 Milliarden Euro gaben die englischen Kunden im Jahre 2004 für Gartenprodukte aus, im Jahr davor waren es 7,9 und im Jahr davor 7,5 Milliarden Euro. Diese Zahlen der Horticultural Trades Association (HTA), die sich als Stimme der englischen Gartenindustrie versteht, zeigen, dass das Jahr 2004 ein äußerst schwieriges in England war. Die Ausgaben der Hobbygärtner verteilten sich in diesen drei Jahren konstant zu einem Drittel auf Pflanzen und zu zwei Drittel auf Hartware. Beeinflusst wird das Verhalten des englischen Konsumenten durch seine veränderten Lebensumstände: teilweise höhere verfügbare Einkommen, mehr Leute besitzen ein Haus und eine alternde Bevölkerung. Das führt in England - nicht anders als in Deutschland - dazu, dass die Kunden höhere Ansprüche an Service und Qualität der Produkte stellen. Auf der anderen Seite machen auch in England die Ketten den Gartencentern zu schaffen. Eine Untersuchung von AMA Research's Garden Products Distribution Report aus dem September 2004 zeigt, dass 1991 Gartencenter noch rund 33 Prozent des gesamten englischen Marktvolumens für Gartenprodukte verkauften. 2003 lag ihr Marktanteil nur noch bei 25 Prozent. Im Vergleich dazu hatten die Ketten sich von 27 Prozent im Jahr 1991 auf 40 Prozent im Jahr 2003 aufgeschwungen. Das führe dazu, dass die Gartencenter sich vornehmlich auf hochwertigere Produkte mit einer entsprechenden Marge fokussieren. Und sie nahmen zunehmend Produkte ins Sortiment, die nicht direkt dem Garten zuzuordnen sind - also Lifestyle-Accessoires. Außerdem entwickelten sie sich in England zunehmend zu Freizeitparks mit Restaurants, Kinderspielbereichen und allgemein einer größeren Familienattraktivität, beispielsweise durch Streichelzoos oder Verkauf von lebenden Tieren und Vögeln.