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Max Bahr: Übernahme durch Hellweg gescheitert

Die Übernahme der insolventen Baumarktkette Max Bahr durch Hellweg ist auf der Zielgeraden gescheitert. Der Hauptvermieter hatte keine Zustimmung zur Übernahme der 66 Mietverhältnisse des Moor Park‐Portfolios erteilt. Laut Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder soll deshalb jetzt nach Standortlösungen für die 73 Märkte und rund 3.600 Arbeitsplätze gesucht werden. 

Die Zukunft von Max Bahr bleibt weiter ungewiss. Werkfoto

Die Übernahme von Max Bahr durch das Bieterkonsortium Hellweg/Möhrle war vom Gläubigerausschuss bereits genehmigt worden. Die Umsetzung scheiterte jetzt, da die Hauptvermieterin, die ebenfalls insolvente Gesellschaft Moor Park MB, sich mit Hellweg nicht über die Übernahme der Mietverhältnisse einigen konnte. Moor Park vermietet laut Information 66 der 73 ursprünglich zur Übernahme durch Hellweg vorgesehenen Bau‐ und Gartenmärkte.

Hauptgläubigerin von Moor Park ist die Royal Bank of Scotland. Sie hatte ihre Zustimmung davon abhängig gemacht, dass Hellweg eine Konzernbürgschaft entsprechend der bisherigen Konzerngarantie der insolventen Praktiker AG stellt. Die Praktiker AG hatte für ihre Konzerntochter Max Bahr im Jahr 2007 eine abstrakte Mietgarantie auf erstes schriftliches Anfordern über mehrere hundert Millionen Euro übernommen. Eine Konzernbürgschaft wollte Hellweg als mittelständisches Familienunternehmen nicht übernehmen.

Mit der Übernahme durch Hellweg hätten laut Information insgesamt 3.600 Arbeitsplätze in bundesweit 73 Bau‐ und Gartenmärkten erhalten werden können. Ziel von Insolvenzverwalter und Vermieter sei es jetzt, nach einem in Kürze beginnenden Abverkauf der Max‐Bahr‐Warenbestände durch Standortlösungen möglichst viele Märkte mit den zugehörigen Arbeitsplätzen zu erhalten. Dazu liegen laut Jens-Sören Schröder bereits konkrete Interessensbekundungen von namhaften Unternehmen aus der deutschen Baumarkt‐Branche für zahlreiche Standorte vor. (jss)