Messe Frankfurt sagt Christmasworld, Ambiente und Co. ab

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger

Die Konsumgütermessen Christmasworld, Paperworld, Creativeworld und Ambiente werden auch 2022 nicht in Frankfurt stattfinden. Foto: Messe Frankfurt/Pietro Sutera

Die Messe Frankfurt hat die für Januar und Februar geplanten Konsumgütermessen Christmasworld, Creativeworld, Paperworld und Ambiente aufgrund der derzeit weltweit zugespitzten Pandemie-Situation abgesagt. Eine Verschiebung in die zweite Jahreshälfte ist laut den Veranstaltern nicht geplant. Lediglich die regional ausgerichtete Ordermesse Nordstil in Hamburg soll nach derzeitigem Stand stattfinden.

Infektionszahlen steigen weltweit wieder exponentiell an

„Die letzten Monate waren geprägt von Optimismus, Tat- und Ideenkraft, um der Christmasworld, der Paperworld und der Creativeworld sowie der Ambiente nach der Zwangspause in 2021 nun einen gelungenen Neustart zu ermöglichen“, berichtet Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Allerdings sei die noch im Dezember erhoffte Entspannung der Pandemie-Situation aktuell nicht mehr in Sicht – vielmehr spitze sich die Lage aufgrund der Verbreitung der Omikron-Variante weltweit zu. Die in kürzester Zeit nun weltweit wieder exponentiell angestiegenen Infektionszahlen und die damit einhergehende Vielzahl an Entwicklungen und Beschlüssen würden zu einer signifikanten Verschlechterung der Rahmenbedingungen und notwendigen Voraussetzungen für die Durchführung der vier Konsumgütermessen als Großveranstaltungen von internationaler Relevanz Ende Januar respektive Mitte Februar liegen. Dazu würden unter anderem die Einstufung Deutschlands als Hochrisikogebiet und die damit verknüpften Reisewarnungen und -restriktionen unter anderem in Indien, Japan und den Vereinigten Staaten sowie entsprechende Quarantänepflichten zählen.

Viele Unternehmen reagieren mit Reise- und Messebesuchsverboten

Auch habe ein Großteil der ausstellenden und besuchenden Unternehmen der Christmasworld, Paperworld und Creativeworld sowie der Ambiente aus Gründen der Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitenden auf die derzeit kritische Gesamtlage mit Reise- und Messebesuchsverboten reagiert. Die globale Reisebereitschaft sinke im Moment enorm, so die Messe Frankfurt. Auch der eindringliche Appell unter anderem des RKI und des Expertenrats der Bundesregierung, angesichts der weiter stetig steigenden Infektionszahlen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und alle größeren Veranstaltungen abzusagen, habe eine Rolle bei dem Entschluss gespielt, die vier Konsumgütermessen 2022 nicht durchzuführen. „Diese Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen. Abgestimmt mit weiten Teilen der auf den Messen vertretenen Branchen ist es nun aber unsere Verantwortung, diesen schweren Schritt zu gehen“, so Braun.

Keine Verschiebung von Christmasworld, Creativeworld, Paperworld und Ambiente

Eine Verschiebung der vier Veranstaltungen ist laut Messe Frankfurt nicht geplant. „Da die trendorientierten Orderzyklen der internationalen Konsumgüterbranche eine jährliche Veranstaltung zu Anfang des Jahres erfordern, würde eine Verschiebung in die zweite Jahreshälfte den Bedürfnissen der ausstellenden Unternehmen und Besuchern nicht gerecht werden“, erklärt Braun. Um Industrie und Handel trotz der herausfordernden Pandemie-Situation und des Wegfalls der physischen Order-, Inspirations- und Networking-Formate gezielt unterstützen zu können, biete die Messe Frankfurt die digitalen Plattformen Nextrade und Conzoom Solutions an. „Zudem setzen wir uns auch weiterhin mit ganzer Kraft und viel Optimismus für sichere und erfolgversprechende Messen ein. Denn die Begegnung im echten Leben ist durch nichts zu ersetzen“, betont Braun. Zur Planung der Christmasworld, Creativeworld, Paperworld und Ambiente im kommenden Jahr will sich die Messe Frankfurt Anfang Februar äußern.

Nordstil nach derzeitigem Stand nicht von der Absage betroffen

Nicht von der Absage betroffen ist dagegen die vom 15. bis 17. Januar in Hamburg geplante Orderplattform Nordstil. Andere Rahmenbedingungen für die lokale Durchführung in der Hansestadt Hamburg würden die Durchführung zum jetzigen Zeitpunkt ermöglichen, wie die Messe Frankfurt erklärt. Im engen Austausch mit den betreffenden Behörden vor Ort und den Branchenpartnern werde die extrem volatile Lage jedoch kontinuierlich überprüft und bewertet, heißt es.

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