TASPO GartenMarkt

Messe Interaspa überzeugte

Die Interaspa hat die Bedeutung des Spargel- und Beerenanbaus in Norddeutschland eindrucksvoll demonstriert. Diese Tatsache wird, so der Veranstalter Asparagus Handels- und Vertriebs GmbH (Hoya), durch ein Wachstum von 50 Prozent bei den Ausstellern und 100 Prozent bei den Besuchern dokumentiert. 3.000 Fachleute, darunter viele aus dem Ausland, besuchten die zweitägige Fachmesse in Bremen. Mehr als 220 Aussteller aus den Bereichen Spargel, Beerenobst, Gemüse und Direktvermarktung präsentierten sich auf rund 15.000 Quadratmetern. "Damit hat sich die zweite Interaspa als wichtiger Branchentreffpunkt etabliert", heißt es in einer Pressemitteilung des Veranstalters. Ein begrenzender Faktor für die Weiterentwicklung von Betrieben ist die Verfügbarkeit der Saisonarbeitskräfte. Entsprechend groß war das Interesse an modernster Technik und Zukunftskonzepten. Das Hauptthema war die Automatisierung der Ernte und damit die Verringerung des Arbeitskräftebedarfs. Zahlreiche Aussteller präsentierten hier Lösungsmöglichkeiten. Wolfgang Delp (Pfungstadt) setzt auf den Schwerlastbuggy für drei Reihen. "Der Anstoß kam von den Betrieben selbst. Sie wollten ein Gerät, auf dem sie bis zu 400 Kilogramm Spargel ablegen können", so Delp. Eine neue, teilautomatische elektrische Erntemaschine hatte Bagioni aus Italien mit an die Weser gebracht. Das Gefährt wird ebenso wie die Spargelspinne Grün von Engels (Niederlande) von einem Arbeiter im Sitzen bedient. Im Blickpunkt des Interesses stand eine Weltneuheit aus Wolfsburg: Der Spargel-Panther. Die fünf Meter lange, motorge-triebene Maschine verspricht Spargelernte ohne Rückenschmerzen. Ein Kilo pro Minute soll die Maschine ernten können, also 60 Kilo in der Stunde (siehe TASPO 3/08).

Großes Interesse bestand an der Interaspa im Ausland. Nicht nur, dass Aussteller aus zehn Nationen vertreten waren, auch Besuchergruppen aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, England und Schweden informierten sich auf der Messe. Mia Jomson und Jörgen Karlsson bauen in Südschweden auf ihren Betrieben je rund 1,5 Hektar Grünspargel an. "Wir waren zwei Tage auf der Messe und nehmen viele Anregungen mit", sagte Jomson, die bei ihren Berufskollegen zunehmendes Interesse am Spargelanbau feststellt. Sie wollen auf jeden Fall 2009 wiederkommen.