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Messtechnik: Substratanalysen und Klimakontrollen

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Gärtner können durch einem kontinuierlichen Einsatz von Messgeräten wirtschaftliche Schäden, die durch zu hohe Salzkonzentrationen, falsche pH-Werte und anderes entstehen, verhindern. Verschiedene Boden- und Klimamessgeräte stellten die Versuchs- und Beratungsgemeinschaft im Gartenbau Württemberg und der Arbeitskreis Junger Meister kürzlich bei einem Seminar in der Staudengärtnerei Moll in Leinfelden-Echterdingen vor.

Beratungskoffer mit Geräten zur Messung von EC-, pH-Wert und Ionenkonzentration. Foto: Edgar Gugenhan

Jede Messung ist anders

Diplom-Agrarbiologin Maaike Hamer vom Messgeräte-Anbieter Pronova Stelzner (Bad Klosterlausnitz) zeigte dabei, worauf es bei Substratanalysen und Klimakontrolle ankommt. So spielt etwa bei der Messung des pH-Werts die Umgebungstemperatur keine Rolle, wohl aber bei den Leitfähigkeitsmessungen. Diese Geräte – so stellte Hamer heraus – müssen daher an die Umgebungstemperaturen angepasst sein, um genaue Werte zu erzielen.

Ebenfalls wichtig: Werden Bodenproben zur Analyse entnommen, sollten keine Wurzelteile daran haften. Sie sind vollständig zu entfernen, da sie den Messwert des Bodens oder eines Substrates verändern können.

Vorgestellt wurden unter anderem auch verschiedene Messgeräte zum Feststellen der Bodentemperatur. Beim Digital-Thermometer wird die Temperatur über eine Einstichsonde gemessen. Schneller und ebenfalls exakt gemessen werden kann die Temperatur mit einem Laser-Thermometer, das auf einem LC-Display die Temperatur anzeigt.

Messgeräte im Praxis-Test

Hamer zeigte außerdem Beratungskoffer. Je nach Ausführung enthalten sie verschiedene Messgeräte zur Bodenuntersuchung. Diese Geräte konnten von den Seminarteilnehmern praxisgerecht getestet werden. Jeder konnte damit beispielsweise pH-Messungen durchführen und mit dem PET 2000-Aktivitätsmessgerät die chemische Wirksamkeit der gelösten Nährstoffe im Boden feststellen.

Neben den Geräten zur Substratuntersuchung wurden weitere Messgeräte eingesetzt, beispielsweise Luxmeter. Je nach Ausführung lassen sich damit Lichtstärken bis zu 100.000 Lux messen. Neben einfachen Geräten zur Feststellung der aktuellen Lichtstärke gibt es auch professionelle Geräte, mit denen der Anwender verschiedene Lichtarten messen kann. Je nach Wunsch und jeweiliger Einstellung lässt sich mit solchen Geräten die Lichtstärke von Sonnenlicht, Leuchtstofflampen, Natrium- und Quecksilberdampflampen feststellen.