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Mischpellets: Modifizierter Kessel im Langzeittest

Der Lehrstuhl Kraftwerkstechnik der Brandenburgischen Universität Cottbus (BTU) erforscht in einem Projekt die Eignung von Bio-Mischpellets im Hinblick auf Energiegewinnung. Ziel des Projektes ist es, verschiedene Biomassen aus der regionalen Landwirtschaft zu pelletieren und zur energetischen Nutzung bereitzustellen. Eingesetzt werden landwirtschaftliche Reststoffe, die bisher nicht sinnvoll verwertet werden konnten wie Weizenstroh, Roggenstroh, Topinamburstroh, Heu, Buchweizenschalen, Waldrestholz, Rapsextraktionsschrot, Kleie und Melasse sowie Energiepflanzen wie Malve, Pappel und Weide. Im Gegensatz zu Holz weisen diese Stoffe aber einen zehnfachen Aschegehalt, einen hohen Chloranteil sowie ein ungünstiges Ascheschmelzverhalten auf. Nur durch intensive Forschung können diese schwierigen Brennstoffe im Heizungsbereich genutzt werden. Dazu wird ein entsprechend modifizierter Kessel in einem Langzeitversuch mit den innovativen Biomischpellets befeuert. Untersucht werden dabei alle Aspekte des Betriebs, also die Pelletqualität, der Abrieb der Pellets, die Kesselemissionen, die Aschehandhabung und das Verschlackungs- und Korrosionsverhalten im Kessel. Die Ergebnisse sollen als eine Grundlage für die Markteinführung der Pellets dienen. Weitere Infos gibt Hans Bernd Rombrecht, Lehrstuhl Kraftwerkstechnik, Tel.: 0355-69-3766, oder Gerd Krautz, Tel.: 0355-69-4002.