TASPO GartenMarkt

Mit Eigenmarken Begehrlichkeiten bei Händlern und Kunden wecken

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Alles aus einer Hand, von der Pflanze bis zum Etikett – das wünscht der Handel. Relativ neu ist die Schaffung von Konzepten und Themenwelten. Ein Beispiel sind die „Homefruits“ der Clasen & Co Baumschulen in Rellingen. Wir sprachen mit Geschäftsführer Dirk Clasen über die Herausforderungen und Chancen, Markenwelten zu entwickeln.

Was ist die Idee hinter „Homefruits“?

Die Idee ist eine eigene Marke, die den Produzenten versteckt. Wir verkaufen ausschließlich an Wiederverkäufer und Vermarkter. Unseren Firmennamen wollen diese Kunden nicht an ihre eigenen Kunden und damit an die Endverbraucher weitergeben. Daher kommen wir ein wenig inkognito daher.

Was war die Intention für eine Baumschule, die ja vor allem im Bereich Alleebäume tätig ist?

Unsere Baumschule hat sich seit Beginn der 1970er Jahre mit Containerpflanzen um Gartencenter und Baumärkte gekümmert. Jedoch sind uns die Player auf diesem Markt Ende der 1990er Jahre zu groß geworden. Wir selbst konnten nicht in gleichem Maße wachsen. Zudem waren wir mit unseren Containerbäumen sehr erfolgreich und sind damit immer weiter in die Absatzrichtung GaLaBau umgeschwenkt.

Trotzdem sind wir dem Obst treu geblieben und so auch einige Kunden, die diese Pflanzen in großen Mengen abgenommen haben. Später kamen Zwergobst und Säulenobst hinzu, sodass auch diese Produktgruppe wieder Fahrt aufnahm. Wir konnten neue Kunden dafür gewinnen und dieses Standbein ausbauen. Heute ist es unser drittes Standbein neben den Containerbäumen und Heckenpflanzen, natürlich alles im Container.

Warum findet man „Homefruits“ nicht gleich auf der Startseite von Clasen und Co, sondern erst im Webshop beziehungsweise bei Johannes Clasen Baumschule?

Homefruits sollen nur über die Baumschule (Johannes Clasen) an Wiederverkäufer vertrieben werden. Clasen & Co kümmert sich um die Bedürfnisse des GaLaBaus. Die Firma soll mehr oder weniger anonym bleiben, jedoch soll der Endkunde von Homefruits und deren Konzepten profitieren. Daher stellen wir die Informationen über eine „neutrale“ Website zur Verfügung. Der Privatkunde soll sich informieren können, kaufen soll er jedoch im Gartencenter oder Fachhandel.

Wie haben Sie die Produktlinie bekannt gemacht beziehungsweise auf welchen Kanälen den Handel angesprochen?

Um nicht zu viel Wirbel zu machen, haben wir unsere Kunden direkt informiert, zum Teil auf Messen ausgestellt und persönlich dafür geworben. Ganz neu waren die Produkte ja nicht. Der Markenname wurde eingeführt und die Konzepte aus dem existierenden Sortiment bestückt.

Wie ist das Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdproduktion der Obstgehölze?

Homefruits stammen alle aus der eigenen Produktion. Wir beschränken uns auf das Kern- und Steinobst, welches wir überwiegend selbst veredeln und bis zum Verkauf kultivieren. Beerenobst ist bislang nicht fester Bestandteil der Homefruits.

Mehr zu den „Homefruits“ der Clasen & Co Baumschulen lesen Sie in unserem vollständigen Interview mit Dirk Clasen in Ausgabe 11/2019 von Deutsche Baumschule.

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