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Mit modernster Technik: Unkrautbekämpfung durch Dämpfen

Dämpfen als Pflanzenschutzmaßnahme gegen alle Arten von Unkräutern hat sich über Jahrzehnte bewährt – unter Glas oder im Freiland. So haben mehrjährige Versuche beispielsweise am Dienstleistungszentrum Rheinland-Pfalz und der Universität Hohenheim gezeigt, dass nach einer oberflächigen Dämpfung von fünf bis zehn Zentimetern Tiefe mit 90 Grad Celsius bei Freilandkulturen wie Rucola oder Baby-Leaf-Salaten während der gesamten Kulturzeit keine Unkräuter wuchsen. 

Der Dampfroboter von MSD verwendet drei Dämpfhauben aus Aluminium. Werkfoto

Darüber hinaus hatte die gedämpfte Kultur einen signifikanten Wachstumsvorsprung von etwa zwei bis drei Wochen und darauf aufbauend einen höheren Ertrag im Vergleich zu Kulturen, die mit Herbiziden behandelt waren, informiert die Firma MSD (Durbach). Das Unternehmen verwendet speziell für die Beete konstruierte Schlepperanbauhauben mit einer Gesamtfläche von bis zu 20 Quadratmetern, die schrittweise nach lediglich fünfminütiger Dampfeinführung versetzt werden.

Als neuere Entwicklung stellt MSD einen Dampfroboter vor, der drei Dämpfhauben aus Aluminium verwendet und Dampfkessel sowie Öl auf dem Gerät mit transportiert. Nach Firmenangabe fährt er selbsttätig und ohne Beaufsichtigung in der Schlepperspur. Nach einem Dämpfvorgang von beispielsweise sechs Minuten und damit einer Dämpftiefe von rund sechs Zentimetern werden die Hauben geringfügig angehoben, die gesamte Einheit um eine Haubenlänge weitergefahren und der Dämpfvorgang fortgeführt, so das Unternehmen.

Die Flächenleistung liegt Nach Erfahrungen des Bielefelder Gemüseanbauers Stegemeier, der das Gerät bereits in der fünften Saison bei Rucolakulturen im Einsatz hat, liegt die Flächenleistung bei 0,5 Hektar in zwölf Stunden. Stegemeier baut mit zweimaligem Dämpfen vier Rucolakulturen auf derselben Fläche in einer Saison an. (ts)