TASPO GartenMarkt

Mit Obst und Gemüse Trends bedienen

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Mit Obst, Gemüse und Kräutern viele verschiedene Kundengruppen erreichen und dabei auf Megatrends und Zeitgeist setzen? „Mehrwert“ heißt das Zauberwort für Landgard. Mit „gemüsetauglichen“ Marketingkooperationen bringt die Erzeugergenossenschaft den Fachhandel zum Kunden und den Kunden zum Gemüse. Und das Gemüse zum jeweils passenden Trend.

Bei der Landgard-Eigenmarke „Eataliano“ handelt es sich laut Herzberg um eine Initiative ausschließlich für den Fachhandel mit zielgerichteten Konzepten für die verschiedenen Absatzkanäle. Foto: Landgard

Immense Komplexität des Markts

Heute hingegen stehe der Fachhandel vor einer immensen Komplexität des Markts. Den klassischen Kunden gibt es nicht mehr. „Die Komplexität in der Kundenstruktur bringt mit sich, dass das Empfinden dessen, was mein persönlicher Mehrwert ist, total unterschiedlich wahrgenommen wird“, erklärt Herzberg. Ein guter Weg für das Landgard-Marketing, diese Komplexität abzubilden, ist es, in Konzepten zu denken.

Mit dem Konzept „Iss Bio“ etwa will Landgard eine Brücke zu jungen Kunden bauen. Es gehe um Tipps zum Thema gesunde Ernährung, das wie geschaffen dafür ist, vom Pflanzenhandel gespielt zu werden. Auf charmante Art und ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben, vermittelt der Entertainer und Ernährungswissenschaftler Achim Sam in Kooperation mit Landgard Lust auf Bio-Kräuter. Leckere Rezeptideen auf jeder Verpackung und nützliches Wissen auf der Webseite www.issbio.com runden die gesunde Iss Bio-Palette ab. Über einen QR-Code kann man Kochrezepte anfordern.

Mit Konzepten Geschichten erzählen

Allen Konzepten und Themenwelten gemeinsam ist es, eine Geschichte zu erzählen und in den Kontext eines bestimmten Lebensgefühls zu stellen. „Dafür sind Kunden bereit, entsprechendes Geld zu bezahlen. Das spricht natürlich nicht die gesamte Breite an, aber die, die das gerne in ihre Freizeit investieren, umso mehr.“

Mehr zu den Konzepten und Marketingkooperationen von Landgard lesen Sie in der TASPO 24/2018, die am 15. Juni erschienen ist.

Den kompletten Vortrag von Andreas Herzberg über „Neue Geschäftsfelder Obst und Gemüse im Pflanzenhandel“, den er im Rahmen des von der TASPO und der Messe Essen veranstalteten Obst-, Gemüse- und Kräutertags auf der IPM sprach hielt, finden Sie hier als Mitschnitt.


Vermarktungskonzepte neu denken

Der Vermarkter hat mit 3.300 Mitgliedern und 1,9 Milliarden Euro Umsatz eine gute Basis, um Vermarktungskonzepte rund um Pflanzen neu zu denken. „Die ganze Produktionskette um die Welt von Obst und Gemüse, Blumen und Pflanzen bunt zu machen – das ist unsere Aufgabe“, erklärt Andreas Herzberg, der bei Landgard im Geschäftsbereich Blumen und Pflanzen als Bereichsleiter Fachhandel aktiv und übergreifend im Fachhandel für das Thema Marketing zuständig ist.

Warum ist das nötig? Weil sich die Kundenstrukturen für den Fachhandel in den vergangenen Jahrzehnten explosionsartig verändert haben. Herzberg bringt es so auf den Punkt: „Vor 30 Jahren, als ich angefangen habe, gab es genau zwei Kundengruppen: die einen hatten einen Zier- und die anderen einen Nutzgarten. Das war‘s schon. Die Kunden waren gut informiert, kannten teilweise botanische Namen und sagten: ‚Ich will Kartoffeln anbauen‘ oder ‚ich will Rasen säen‘ – und das Verkaufsgespräch war vorbei.“