TASPO GartenMarkt

Moderne Produktionstechnik für einen flexiblen Einsatz im Gartenbaubetrieb Koster

Das Gartenbau-Unternehmen Thomas Koster in Kleve-Reichswalde produziert ein breites Sortiment an Nadelgehölzen und Moorbeetpflanzen, darunter Ilex crenata, Erica carnea und Calluna in unterschiedlichen Topfgrößen. Bei stagnierenden Preisen und steigenden Kosten wird es für den Betrieb immer wichtiger, Einsparpotenziale in der Produktion auszuschöpfen.

Eine Möglichkeit zur Senkung der Arbeitskosten sieht Thomas Koster in der Rationalisierung und Automatisierung von Arbeitsschritten. Er hat daher in eine Verarbeitungsstraße von Visser investiert, die anlässlich des Tages der offenen Tür im Praxiseinsatz vorgestellt wurde. Deutlich wurde dabei, dass solche Anlagen nicht nur für große Betriebe mit einer einheitlichen Produktion einsetzbar sind, sondern durchaus flexibel genutzt werden können.

Aktuell umfasst die Gesamtfläche der Gärtnerei Koster rund sechs Hektar mit 8.000 Quadratmetern Glas- und Foliengewächshäusern. Auf der fünf Hektar großen Freilandfläche sind Gießwagen im Einsatz; sie ist als Containerstellfläche zudem teilweise mit Lava-Unterbau ausgestattet.

Da der Betrieb im Wasserschutzgebiet liegt, legt Koster nach eigenen Angaben großen Wert auf Ressourcen-Schonung. Er sieht die Bedingungen eines solchen Standortes nicht als Nachteil, sondern als Herausforderung und hat daher eine Strategie entwickelt, mit der er seinem Anliegen gerecht werden kann. Wichtig sind für ihn die gleichmäßige Wasserausbringung, der möglichst effiziente und sparsame Wassereinsatz sowie der verantwortungsbewusste Umgang mit Düngern und Pflanzenschutzmitteln.

Erica carnea produzierte das Unternehmen bereits im elterlichen Betrieb in Emmerich, den Thomas Koster 1994 an den Standort in Kleve-Reichswalde umsiedelte. Im neuen Betrieb erweiterte er das Sortiment dann mit der Kultur von Calluna Garden Girls und Koniferen. Dabei entwickelte sich der Produktbereich Koniferen in den letzten 18 Jahren am stärksten und hat mittlerweile einen Anteil von 50 Prozent am Unternehmensumsatz.

Wurden in Emmerich noch Mischpaletten mit fünf bis sechs Gattungen und Sorten kultiviert, so ist das Sortiment hier in den Jahren auf über 50 Sorten angewachsen. Diese Sortimentstiefe ist laut Koster erforderlich, um die unterschiedlichen Kundenwünsche – beispielsweise Mischpaletten mit aufrechten oder flach wachsenden Sorten – bedienen zu können. Die große Sortenvielfalt interessiert mittlerweile auch Baumschulen, die vermehrt Halbfertigware bei Koster einkaufen. (wok)

Lesen Sie mehr über moderne und umweltschonende Produktionstechniken in unserer aktuellen TASPO Ausgabe 28/2013.