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Motorsägen & Freischneider: Bis zu 760 Prozent über Abgasnorm

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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt vor bestimmten Motorsägen und Freischneidern. Bis zu 760 Prozent lagen getestete Geräte über den Abgasgrenzwerten. Die Hälfte aller Maschinen, die auf den Prüfstand kamen, bergen Gesundheitsrisiken für den Anwender.

Auf den Prüfstand stellten die TÜV-Kontrolleure im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe Kettensägen und Freischneider für Profis und Privatanwender. Foto: Pixabay

TÜV untersucht Freischneider und Kettensägen für Deutsche Umwelthilfe

Der TÜV NORD untersuchte im Auftrag der DUH die Konzentration von Kohlenmonoxid, Stickoxid und Kohlenwasserstoff im Abgas. Insgesamt fielen 21 Geräte im Test durch. Dieses Ergebnis fördert Wasser auf die Mühlen der Umwelthilfe, die einen Sanktionskatalog des Bundesumweltministeriums zur besseren Marktüberwachung verwirklicht sehen will.

Auf den Prüfstand stellten die Kontrolleure Kettensägen und Freischneider für Profis und Privatanwender. „Mit einer Grenzwertüberschreitung von 760 Prozent haben wir dieses Jahr einen weiteren traurigen Rekord festgestellt. Noch nie haben wir eine Maschine mit höheren Emissionen gemessen. Diese Maschinen müssen umgehend vom Markt genommen und gegen die Hersteller, Händler und Importeure empfindliche Strafen verhängt werden. Die Überschreitung von Emissionsgrenzwerten darf nicht länger von den Marktüberwachungs-Behörden wie ein Kavaliersdelikt behandelt werden“, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Freischneider von Atika: 760 Prozent über der Abgasnorm

Die Prüfer stellten die extreme Überschreitung der EU-Abgasnorm bei einem Freischneider der Marke Atika fest. Dabei werden die meisten der Maschinen, die die Grenzwerte in den Tests überschritten, auf dem deutschen Markt verkauft – so auch die Maschine mit der höchsten Überschreitung.

Die Untersuchung umfasst zudem Maschinen des französischen, schwedischen und dänischen Markts. In Frankreich funktioniert die Marktüberwachung den Ergebnissen der Umwelthilfe nach besser. Alle getesteten Kettensägen und Freischneider, die in den dortigen Baumärkten gekauft wurden, hielten die Abgasgrenzwerte ein. Allerdings erlitt ein Gerät der Marke Hyundai einen Motorschaden. Das Ersatzgerät, das die Prüfer über einen deutschen Online-Shop besorgten, überschritt die Abgasnorm allerdings um 139 Prozent.

Die DUH hat bereits mit den betroffenen Unternehmen Kontakt aufgenommen und wird die Untersuchungsergebnisse auch den verantwortlichen Behörden und dem Handel zur weiteren Veranlassung übergeben.