Naturgartencenter als Ausflugsziel für die ganze Familie

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Mitten in Lennestadt, dem Stammsitz, an dem Familie Kremer bereits seit 1905 und nunmehr in der vierten Generation gärtnerisch tätig ist, steht seit April das neue Naturgartencenter, oder vielmehr die neue Erlebnisgärtnerei. Sie verbindet Einkaufserlebnis, Gastronomie und Infotainment. TASPO GartenMarkt ließ sich von Inhaber und Geschäftsführer Alexander Kremer das spannende Konzept erläutern.

Kremer verbindet Tradition und konzeptionelles Neuland

Vergangenheit und Zukunft, Tradition und konzeptionelles Neuland – das alles wollte Alexander Kremer beim Neubau seines Gartencenters sinnvoll miteinander verbinden. Tradition, das ist beispielsweise der Standort mitten im Ort, direkt an der Hauptstraße und umgeben von typischer Sauerländer Architektur mit prägnanten Giebeln. Zusammen mit dem Düsseldorfer Architekten Prof. Dr. Teufel konzipierte Kremer ein transparentes, luftiges Gebäude, das die Giebelstruktur der umgebenden Häuser spielerisch aufnimmt und das entlang der Hauptachse sogar den Durchblick auf die Lenne-Auen ermöglicht. Bei der Gestaltung beschränkte man sich im Wesentlichen auf drei Materialien: Metall, Glas und helles Holz. Klare Formen ohne Schnickschnack.

Viel Grün im Außenbereich des Naturgartencenters

Vor dem Gebäude, zur Straße hin, befindet sich der Parkplatz mit 135 Stellplätzen. Hier fallen gleich mehrere recht große Bäume auf, die neu gepflanzt wurden, sowie Staudenbeete im Piet-Oudolf-Stil, mit zahlreichen Wildstauden und wogenden Gräsern. Alles wirkt schon heute schön eingewachsen. Hinter dem Verkaufsgebäude schließt sich das Freigelände mit dem Baumschulsortiment an. Hier befindet sich auch die überdachte Terrasse des Cafés, das folgerichtig Garten-Café heißt. Als Blickfang wurde hier mittig ein Etagenhartriegel gepflanzt, der zur Blütezeit ein besonderes Highlight darstellt.

Kinder werden sich wahrscheinlich eher für den großen Spielplatz begeistern, dessen Spielgeräte alle aus geschältem unbehandeltem Robinienholz gearbeitet wurden. „Das sind alles Unikate“, erläutert Kremer. „Die Wuchsform der Bäume bestimmt das Aussehen.“ Gleich daneben soll noch ein Muster-Naturgarten entstehen, um den Kunden Anregungen für die eigene Gartengestaltung zu geben. Durch die Corona-Krise war es nicht möglich, den Garten zur Eröffnung fertigzustellen. In den Lenne-Auen haben zahlreiche Vögel ihr Rückzugsgebiet, die man mit dem dort stehenden fest installierten Fernrohr bestens beobachten kann. Bei all den vielen Bezügen zur Natur ist der Name „Naturgartencenter“, den Kremers Sohn Felix kreiert hat, äußerst passend.

Kombination aus Natur und Infotainment auch im Innenbereich

Doch nicht nur außen stimmt die Kombination aus Natur und Infotainment, auch der Innenbereich ist viel mehr als eine Einkaufsstätte. An vielen Stellen gibt es etwas zu entdecken, etwa Wissenswertes über Bienen und andere Insekten, eine Kräuterkugel, eine Art Laube, die mit den verschiedensten Kräutern bepflanzt ist, Erden zum Selbstabfüllen, eine Samentauschbörse für die Kunden und vieles mehr. Alles ist lehrreich, aber nicht belehrend, vieles zum Anfassen, was gerade für die Kinder wichtig ist, und man findet immer wieder neue überraschende Details. „Das Ganze soll viel eher ein spannender Spaziergang sein, auf dem es viel zu sehen gibt, als eine übliche Shoppingtour“, findet Kremer.

Die Inneneinrichtung des Naturgartencenters wurde zum großen Teil selber entwickelt. „Auffällig ist sicher das dunkle Holz, das die ausgestellten Waren nach vorne treten lässt. Zwischendrin sind auch immer wieder Nischen eingebaut, in denen zum Beispiel Pflanzen und Hartwaren zusammen präsentiert werden“, erläutert Kremer. „Durch wirkungsvoll gesetzte Spots scheinen die Waren geradezu zu leuchten.“

Mehr über das Naturgartencenter Kremer und sein integriertes Gartenmuseum erfahren Sie in der Juli-Ausgabe von TASPO GartenMarkt.