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Neu: Wollrasen statt Rollrasen

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Wollrasen? Ja, es gibt ihn tatsächlich. Dabei handelt es sich um Begrünungsmatten aus natürlichen Vliesmaterialien, einer Mischung aus Viskose und Schafswolle, in die Rasensaatgut für Reparatur oder Neuanlagen eingebettet ist. 

Wollrasen-Matten sind einfach zu verlegen

Laut dem Anbieter Glaeser aus Ulm bieten die Matten viele Vorteile: Sie sind einfach zu verlegen, unkrautunterdrückend und vollständig biologisch abbaubar. Zudem habe die Schafswolle durch deren Stickstoff-Freisetzung eine Langzeitdüngewirkung.

Dass sich der Wollrasen auch in der großflächigen Begrünung in Ländern wie Österreich und der Schweiz etabliert hat, macht Glaeser-Mitarbeiter Johannes Meyer an vielen Objektbeispielen deutlich.

„Einer der wesentlichen, für die Praxis entscheidenden Vorteile gegenüber herkömmlichem Rollrasen ist das wesentlich bessere Handling“, erläutert er. Denn Wollrasen gibt es in gut transportierbaren, relativ leichten 20-Meter-Rollen, es passen 540 Quadratmeter auf eine Palette. Wollrasen braucht auch nicht vorgeordert zu werden, denn die Saatgutmattenrollen sind lagerbar.

Deutlich geringerer Wasserbedarf als normaler Rasen

Auf entsprechend vorbereitetem Boden ausgerollt, benötigt der Wollrasen dank seines wasserspeichernden Vlieses nur etwa zehn bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter alle zwei Tage und damit deutlich weniger als Rasen in normaler Aussaat mit rund 25 Litern im gleichen Zeitraum.

Da das Saatgut vorher maschinell in die Matten eingearbeitet wurde, entsteht laut Anbieter ein sehr gleichmäßiger, unkrautfreier Rasen, dessen Samen zudem noch durch die Matteneinbettung vor Kälte und Vögeln geschützt sind.

Rund zwei Euro pro Quadratmeter Wollrasen

Zwar ist der Wollrasen mit seinen rund zwei Euro je Quadratmeter in der Anschaffung teurer als eine normale Aussaatbegrünung, aber günstiger als Rollrasen mit seinen 2,5 bis drei Euro je Quadratmeter, rechnet Meyer vor. Standardmäßig ist der Wollrasen mit Spiel- und Sportrasensaatgut (RSM 2.3) sowie etwas Schattenrasen versehen. Aber Glaeser kann auf Wunsch ab 1.000 Quadratmeter-Bestellungen auch andere Saatmischungen, beispielsweise auch Wildblumen oder Bienenweiden, einarbeiten.

Hierbei greift das Unternehmen auf seine Erfahrungen mit den Böschungs- und Geländematten „Greentex“ zurück, die es bereits seit Jahren je nach naturschützerischen Anforderungen der zuständigen unteren Naturschutzbehörden mit unterschiedlichen Saatgutmischungen anreichert und dafür mit dem bekannten Wildblumensaatgutspezialisten Rieger-Hoffmann (Blaufelden) zusammenarbeitet.

Sowohl im Profibereich als auch im Privatgarten einsetzbar

Der Wollrasen ist sowohl im Profibereich wie auch im Privatgarten einsetzbar und soll nun auch in Deutschland verstärkt auf dem Markt beworben werden. Es gibt Wollrasen auch in kleinen 1,2 Quadratmeter-Pads für den Endverbraucher, die einzelne Gartencenter schon als Ausbesserungsstücke für den Rasen anbieten. Solche kleinen Stücke zur Ausbesserung sind einfach zu erhalten, da sich die Wollrasenmatten ganz einfach mit der Schere in gewünschter Größe zurechtschneiden lassen.