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Neue Apps: Update für den AmbrosiaSCOUT

Für die Smartphone-App „AmbrosiaSCOUT“ gibt es jetzt ein aktuelles Update, informiert das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV). Damit können aktuelle Ambrosia-Fundstellen mit dem Handy gemeldet und direkt in die Datenbank des Ambrosia-Atlas eingegeben werden. Dank GPS-Funktion wird der Fundort auf der Karte angezeigt. Zudem ermöglicht das Update eine verbesserte Anzeige der Fundmeldungen, die aktuell und in den letzten zwei Jahren eingegangen sind. 

Mit Unterstützung des Leibniz-Instituts für Agrartechnik Potsdam sei es auch dieses Jahr wieder gelungen, den Entwicklungsstand der Pflanzen und die Unterscheidung gegenüber dem Gemeinen Beifuß durch ständig aktuelle Videos in der App zu verbessern. Somit werde die Erkennbarkeit der Pflanzen erleichtert.

Die Ambrosia breitet sich den Angaben zufolge bundesweit immer stärker aus und kann beim Menschen schon in geringsten Mengen Allergien auslösen. Diese zeigen sich durch Symptome wie tränende Augen, Heuschnupfen, Kopfschmerzen oder Husten bis hin zum Asthma. Bei sensibilisierten Menschen könne eine Berührung auch zu Hautausschlägen, Nesselsucht oder roten, juckenden Quaddeln führen.

Seit Anfang Juli werden geringe Pollenkonzentrationen in den beiden vom MUGV initiierten Pollenfallen in Drebkau und Cottbus gemessen. „Die Pollenfallen und die App sind Teil unserer Aktivitäten im Rahmen des Ambrosia-Aktionsprogramms. Unser Ziel ist es, die Pflanze zu bekämpfen und wir hoffen, dass viele Brandenburger dabei mithelfen“, so Brandenburgs Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Anita Tack (Linke).

Experten gehen davon aus, dass Ambrosia vielen noch gar nicht bekannt ist. Dabei könnte sie bereits an Vogelfütterungsplätzen in dem einen oder anderen Garten als neue „exotische“ Pflanze aufgetaucht sein. Ob es sich dabei wirklich um die Allergie auslösende Ambrosia handelt, kann ganz einfach mit einer in der App integrierten Bestimmungshilfe geprüft werden. Der AmbrosiaSCOUT ist für iPhone und Android erhältlich.

Im Ambrosia-Atlas für Brandenburg wurden in diesem Jahr bisher rund 90 Fundstellen gemeldet. Im vergangenen Jahr waren es rund 300 Fundstellen. Die Auswertung der Pollenfallen in Drebkau und Cottbus erfolgt immer noch freiwillig durch das Gemeinschaftslabor Cottbus. (ts)