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Blick in die Zukunft: So leben wir im Garten 2030

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Wie wird wohl Gärtnern im Jahr 2030 aussehen? Welche Trends bestimmen den Garten als Lebensraum? Mit diesen Fragen befasst sich Christian May, Geschäftsführer von Kärcher.

Grüner Daumen, Gemüseanbau und Schrebergärten sind bei jungen Stadtbewohnern wieder angesagt. Foto: Joshua Resnick/Fotolia

Der Garten hat sich gewandelt, er ist mit Lounge-Möbeln, Outdoor-Küchen, Kaminen und gemütlichen Essplätzen eingerichtet zu unserem zweiten Wohnzimmer geworden. Gleichzeitig kommen frühere Werte wieder sehr stark zurück. Der Anbau von eigenem Obst und Gemüse und die Verbundenheit zur Natur sind wieder stark im Kommen.

Gartenwelt der Zukunft: „hippe Spießigkeit“

Das Durchschnittsalter der Kleingartenbesitzer ist seit der Jahrtausendwende um ganze zehn Jahre gesunken. Damit entwickelt sich eine Art „hippe Spießigkeit“, die als aktueller Trend bereits jetzt die Gartenwelten der Zukunft maßgeblich beeinflussen wird. Biogemüseanbau, selbstgebaute Gartenhütten, Bienenstöcke und Wildblumenwiesen hauchen den verjüngten Gartensiedlungen neues, vielfältiges Leben ein.

Der Einzug ländlicher Praktiken und Verhaltensweisen in die Stadt findet auch Ausdruck in Mehrgenerationen-Wohnquartieren bis hin zu hochwertigen Ökosiedlungen, in denen eigene Energie erzeugt, Gemüse angebaut und Nutztiere gezüchtet werden, mit dem Ziel, gemeinschaftlich eine weitgehende Selbstversorgung zu erreichen.

Eine weitere Zukunft, die in den Startlöchern steht, sind innovative, konnektive Lösungen, die das Leben in Haus und Garten durch smarte Technik noch einfacher machen. Und so könnte ein Tag im Garten im Jahr 2030 aussehen:

So leben wir im Garten 2030

„Während eines gemütlichen Frühstücks in der Sonne auf meiner Terrasse fällt mein Blick auf den Grill: Ihn umgeben unschöne Überbleibsel vom gestrigen Grillfest. Doch dem Hochdruckreiniger fehlt der spezielle Aufsatz für Rußflecken. Schnell ist die passende Vorlage gefunden und kurz darauf druckt der 3D-Drucker den fehlenden Aufsatz aus und die Arbeit kann beginnen.

Da ich nun schon einmal im Garten bin, kümmere ich mich auch gleich um meine Blumenbeete. Während ich mich umschaue, zeigen mir einzelne Pflanzen auf meiner Smart-Brille an, dass sie nicht genug Sonne bekommen und umgepflanzt werden müssen.

Am Nachmittag ist es Zeit für meinen Videokurs zum Thema Pflanzen, Pflegen und Ernten seltener Gemüsesorten – meinem Steckenpferd. Meine Expertise auf dem Gebiet teile ich gerne und inzwischen lauschen meinen interaktiven wöchentlichen Livestreams interessierte Hobbygärtner und Landwirte aus Kanada, Südafrika und Japan, die mich wiederum an ihrem Wissen teilhaben lassen.

Bewässern aus der Ferne per Knopfdruck

Am Abend bin ich mit Freunden zum Abendessen verabredet. Während der Vorspeise bekomme ich eine Nachricht: Die Sonne brannte heute den ganzen Tag und meine Pflanzen sind durstig. Jetzt, wo es langsam schattiger wird, ist der perfekte Zeitpunkt, meine Rosen zu bewässern. Per Knopfdruck bestätige ich, das automatische Bewässerungssystem legt los und ich kann mich wieder in Ruhe meiner Vorspeise widmen.“ (Quelle: Vortrag auf dem DIY Garden Summit 2017 in Berlin)

Mehr zu diesem und weiteren Themen lesen Sie im soeben erschienenen Branchenbuch GartenCenter 2018, das Sie für 19,80 Euro zuzüglich Versandkosten (Inland) über den Haymarket Leserservice per E-Mail an leserservice(at)haymarket.de oder telefonisch unter 0531–38004–39 – bestellen können.