TASPO GartenMarkt

Neues Marktkonzept: Kreativ-, Bau- und Pflanzenmarkt in einem

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Es ist ein ungewöhnlicher Markt, der in Wachtberg-Berkum eröffnet hat: Er nennt sich Tinks – und ist eine Mischung aus Kreativ-, Bau- und Pflanzenmarkt. Was den an einen ehemaligen Knauber angelehnten Nachfolgemarkt aber vor allem unterscheidet, ist sein genossenschaftliches Konzept.

Initiatoren des neuen Markts sind ehemalige Knauber-Kunden

Die Initiatoren des im März neu eröffneten Marktes sind – sehr ungewöhnlich – ehemalige Knauber-Kunden, die nicht einfach so hinnehmen wollten, dass ihr beliebter Nahversorger schloss und eine Einkaufsstätte ganz nach ihren Vorstellungen schaffen wollten. Initiatorin ist neben den Unternehmensberatern Andreas Mankel und Ulrich Gerhard auch die Marketingexpertin Stefanie Höbbel. „Wir gehörten als Kunden alle zu den Bonner Knauber-Fans“, lacht sie. Außerdem zählen der frühere Knauber-Geschäftsführer Dr. Nektarios Bakakis sowie Alfred Enns, der bei Knauber im Einkauf gearbeitet hat, zu den Initiatoren des nachhaltig orientierten Garten-, Bau- und Freizeitmarktes.

Anfang 2020 gründeten sie die Kundeninitiative „Mein!Markt“. Ihr Ziel: Der Aufbau von nachhaltigen Projektideen. Die Initiative wollte mit ihrem Unternehmen ein Vor-Ort-Angebot der Alltagsversorgung in der Bonner Region schaffen und sichern. Nach einjähriger Planungs- und Projektphase eröffnete Tinks. Der Schwerpunkt des neuen Marktes liegt darauf, den DIY-Ansatz mit dem Thema Nachhaltigkeit zu verknüpfen. In dem ehemaligen Gartencenter finden sich nun auf 2.500 Quadratmetern Produkte aus den Bereichen Garten, Heimwerken sowie Saisonal & Kreativ. Hinzu kommt auf 500 Quadratmetern ein Zoo-Fachgeschäft und Angel-Center, das sich ebenfalls in dem Gebäude eingemietet hat. Für den Einkauf hat sich die Initiative mit der NBB Egesa und Bauspezi zusammengetan. Großen Wert legen die Initiatoren auf freundliche Beratung und Service.

Ganzjährig attraktives Sortiment mit vier Hauptproduktbereichen

„Tinks – hier leben Ideen“, lautet der Claim des Unternehmens. Man möchte „modern, kreativ, nachhaltig, kundennah“ sein. Und durch vier Hauptproduktbereiche ein ganzjährig attraktives Sortiment bieten. Die vier großen Sortimentsbereiche sind

  • Garten (Pflanzen für drinnen und draußen, Gartenzubehör)
  • Do-It-Yourself (Eisenwaren, Werkzeug, Sanitär, Farben, Haushaltswaren, Elektro, Heimtextilien, Aufbewahrung)
  • Saisonal & Kreativ (Saisonales Brauchtum, Basteln, Rund um das Geschenk, Wohnambiente)
  • Aktionen & Themen (Produktpräsentationen, Expertenpodien, Vorträge)

Außerdem gibt es Dienstleistungen wie Gartenplanung, Pflanzservice, Lieferservice, aber auch einen Töpferbrennofen, Ballonbefüllungen, Schlüsseldienst, einen Stück-für-Stückverkauf von Eisenwaren, eine Farbmischanlage, Leihgeräte, Schärfdienst und einen Gartenmaschinen-Service.

Jeder aus der Region kann Teilhaber werden und bis zu 200 Anteile à 70 Euro erwerben. Jeder Teilhaber kommt dann in den Genuss von Teilhaberleistungen wie drei bis fünf Prozent Bonus vom Einkaufsumsatz, erhält neueste Infos und Angebote immer zuerst, hat auch Vorteile bei Beratung, Workshops und anderem und kann über Projektbeiräte aktiv an Tinks mitwirken.

Thema Nachhaltigkeit steht bei Tinks im Fokus

Neben dem auf Kundenbedürfnisse ausgerichteten Sortiment ist es vor allem das Thema Nachhaltigkeit, das laut Stefanie Höbbel im Fokus steht: Produkte werden, wenn irgend möglich, aus der Region bezogen. Denn Tinks ist nicht nur Markt, es ist für seine Kunden und Initiatoren auch ein wenig Lebensphilosophie. Bei der Auswahl der Produkte zählen Kriterien wie Zweckmäßigkeit, die Herstellung, Inhaltsstoffe, die Verpackung, der Transport. Anregungen für Produkte kommen beispielsweise auch von den Teilhabern. Für Pflanzen, laut Höbbel ein sehr wichtiger Sortimentsbereich, wird das beispielsweise auf Dauer heißen: Verwenden von 100 Prozent recycelbaren, gerne auch kompostierbaren Töpfen, eine Rücknahmemöglichkeit für die Töpfe, Recycling-Trays, kurze Transportwege durch Nähe zum Produzenten. Unter anderem bezieht Tinks Pflanzen beispielsweise vom nachhaltig produzierenden Gartenbau-Betrieb Engels in Pulheim. Ziel sei es, auf Dauer in Mehrwegpaletten Pflanzen geliefert zu bekommen – „aber das bietet nicht jeder Lieferant an“, weiß Stefanie Höbbel.

Nachhaltigkeit sei dem gesamten Team („Unsere Mitarbeiter sind da echte Experten“) so wichtig, dass einige sogar ganz bewusst deshalb aus anderen Unternehmen zu Tinks zurückgekehrt seien, sagt sie: „Bei uns ist eine nachhaltige Überzeugung auch ein Einstellungskriterium.“ Corporate Social Responsibility (CSR) sei für das Unternehmen ein ganz wichtiges Thema. Und obwohl Tinks recht klein ist, gelte es beispielsweise bei den Lieferanten schon als Vorreiter, Pionier und Trendsetter. „Uns gefallen Initiativen wie Damn Plastic, in die Richtung möchten wir auf Dauer auch gehen“, sagt Höbbel.

Dass das Konzept ankommt und sicher auch am zweiten, in Bonn-Bad Godesberg geplanten Standort erfolgreich sein wird, lassen Kundenstimmen im Internet vermuten. Die reichen von Aussagen wie „das Sortiment ist umfangreich und das Preis-Leistungsverhältnis perfekt“ über die „auffallende Freundlichkeit des Personals“ und dessen „sehr kompetente Antworten“ bis zu „Einfach toll, endlich wieder einen Heimwerkermarkt zu haben, bei dem sich die Mitarbeiter Zeit für einen nehmen, sich fachlich auskennen und ihre Arbeit dort gerne machen“.

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