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Niederlande: Pflanzen-Export mit leichtem Plus

Die Niederlande exportierten im Jahr 2011 Schnittblumen und Topfpflanzen für rund 5,243 Milliarden Euro, was gegenüber 2010 einer Zunahme um 1,9 Prozent entspricht. Speziell im letzten Quartal ließ sich eine Zunahme um fünf Prozent bei Schnittblumen und drei Prozent bei Topf- und Beetpflanzen realisieren. Der Dezember schlug mit einem Plus von 12,4 Prozent zu Buche. 

Exportschlager Topfpflanzen: die Dischidia Snaily von Zeurniet (NL-Honselersdijk). Foto: Gabriele Friedrich

Im Gegensatz zur leichten Zunahme des Gesamtexports gab es beim Export nach Deutschland 2011 einen Rückgang um 1,7 Prozent auf 1,572 Milliarden Euro. Damit blieb Deutschland aber mit großem Abstand der wichtigste Absatzmarkt. Fast genau 30 Prozent des Wertes der niederländischen Schnittblumen-, Topf- und Beetpflanzenexporte kommen von den Lieferungen nach Deutschland.


Die Exportwerte 2011 nach Deutschland verteilen sich wie folgt:

  • Nordrhein-Westfalen = 601 Millionen Euro (minus 6,3 Prozent),
  • Süddeutschland = 410,9 Millionen Euro (minus 3,6 Prozent),
  • Nord/West (außer Nordrhein-Westfalen) = 226,2 Millionen Euro (plus 3,3 Prozent),
  • Ostdeutschland = 216,8 Millionen Euro (plus zehn Prozent),
  • Süd/West = 117,6 Millionen Euro (plus 2,1 Prozent).


Exportwerte 2011 in die zehn wichtigsten Länder:

  • Deutschland = 1,572 Milliarden Euro,
  • Vereinigtes Königreich = 744,1 Millionen Euro (plus 5,8 Prozent gegenüber 2010),
  • Frankreich = 682,5 Millionen Euro (plus 1,7 Prozent),
  • Italien = 321,98 Millionen Euro (minus 2,7 Prozent),
  • Belgien = 227,2 Millionen Euro (minus 4,5 Prozent),
  • Russland = 198,8 Millionen Euro (plus 28 Prozent),
  • Schweiz = 153,5 Millionen Euro (plus 3,9 Prozent),
  • Österreich = 146,25 Millionen Euro (plus drei Prozent),
  • Polen = 137,13 Millionen Euro (minus 0,9 Prozent),
  • Schweden = 129,1 Millionen Euro (plus 16,8 Prozent).


Während sich der Exportwert bei den Lieferungen in die Länder der Europäischen Union nur wenig veränderte (plus 0,6 Prozent auf 4,621 Milliarden Euro), nahm der Export in die anderen europäischen Länder um 15,5 Prozent auf etwas mehr als 504 Millionen Euro zu.

Außer bei den Lieferungen nach Russland gab es prozentual erhebliche Zuwächse, beispielsweise bei den Exporten nach Norwegen (plus 29,8 Prozent auf 64,8 Millionen Euro) und in die Türkei (plus 18 Prozent auf 10,1 Millionen Euro). Im Gegensatz dazu sanken die Exportwerte für die Lieferungen nach Portugal (minus 25,9 Prozent) und Griechenland (minus 13,5 Prozent) spürbar. (eh; Quelle: Exportstatistiek Bloemkwekerijprodukten, HBAG Bloemen en Planten)