Nordstil: „Branche braucht und will Messen vor Ort“

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Produkte anfassen, netzwerken und auf der Messe ordern: Mit der Sommer Nordstil fand eine der ersten Konsumgütermessen nach dem Corona-Lockdown statt. Foto: Jean-Luc Valentin/Messe Frankfurt

Am Montag schloss nach drei Veranstaltungstagen die Sommer Nordstil 2020 ihre Pforten, und obgleich die Orderplattform aufgrund der Corona-Pandemie erwartungsgemäß deutlich weniger Aussteller und Fachbesucher als im Vorjahr verzeichnete, ziehen sowohl die Messe Frankfurt als auch die Teilnehmer ein positives Fazit.

Nordstil eine der ersten Konsumgütermessen nach Corona-Lockdown

„Aus Sicht des Fachhandels war die Nach-Lockdown-Premiere der Nordstil in diesen schwierigen Zeiten ein voller Erfolg“, erklärt zum Beispiel Oliver Hagemann, Referent/Kommunikation beim Handelsverband Wohnen und Büro. „Dank des ausgeklügelten Hygienekonzepts konnten größtenteils norddeutsche und zum Teil sogar Händler aus Nordrhein-Westfalen und Hessen neueste Trend- und Lifestyleprodukte für das wichtige Weihnachtsgeschäft sowie für das kommende Frühjahr und den Sommer erleben und ordern. Der gelungene Auftakt lässt den Handel zuversichtlich auf künftige Order- und Netzwerkplattformen blicken.“

Als eine der ersten Konsumgütermessen, die seit Ausbruch der Corona-Pandemie stattfanden, bot die Sommer Nordstil vom 5. bis 7. September ein umfassendes Produktangebot in den vier Bereichen Haus & Garten, Stil & Design, Geschenke & Papeterie sowie Schmuck & Mode. Rund 5.000 Fachbesucher informierten sich dabei nach Angaben der Messe Frankfurt über die Produkte und Neuheiten von 300 Ausstellern aus Deutschland und Europa – jeweils deutlich weniger als im Vorjahr, wo nach offiziellen Angaben 11.893 Einkäufer aus dem Fachhandel die Nordstil besuchten und sich über das angebotene Portfolio von 734 Ausstellern informierten.

Kunden wollen „Produkte anfassen, netzwerken und auf der Messe ordern“

Dieser Umstand ist den Veranstaltern zufolge der Corona-Pandemie und dem kürzeren zeitlichen Vorlauf für die diesjährige Sommer Nordstil geschuldet. Jedoch seien diejenigen Händler, die sich bewusst zum Besuch der Messe entschlossen hatten, hochmotiviert gewesen und hätten auf der Messe sehr umfassend geordert. „Wir freuen uns sehr, dass die hohe Besucherqualität dieser ersten Veranstaltung nach Aufhebung des Lockdowns vor allem eins zeigt: Die Branche braucht und will Messen vor Ort. Unsere Kunden möchten Produkte anfassen, netzwerken und auf der Messe ordern und sich persönlich begegnen. Auch unter den Bedingungen des New Normal und einem sicherlich nicht ganz einfachen Neustart sind wir sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung“, sagt Philipp Ferger, Bereichsleiter Konsumgütermessen Nordstil und Tendence bei der Messe Frankfurt Exhibition GmbH.

Natürlichkeit ist Trumpf: Trends der Sommer Nordstil 2020

Zu den Trends der diesjährigen Sommer Nordstil zählen unter anderem natürliche Materialien wie Holz, Bast, Rattan oder Stein, Textilien wie Leinen, Wolle oder Seide, natürliches Licht durch viele Spiegel und große Fenster sowie eine Fülle von Zimmerpflanzen. Bei den Farben dominieren warme, erdige Töne wie Senfgelb, aber auch Blau- und Grüntöne spielen eine große Rolle. Diese Trendfarben passen laut Messe Frankfurt zu vielen verschiedenen Wohnstilen und holen zusammen mit einigen natürlichen und maritimen Accessoires „die Ferne nach Hause“. Vor allem bei jungen Labels stehen außerdem Re- und Upcycling sowie nachhaltige Material-Innovationen im Vordergrund.

Die nächste Ausgabe der Orderplattform ist mit der Winter Nordstil vom 16. bis 18. Januar 2021 geplant, die nächste Sommer Nordstil soll laut Messe Frankfurt vom 24. bis 26. Juli 2021 stattfinden.