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Obst und Gemüse energiesparend lagern

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Um die Qualität von Obst und Gemüse bei der Lagerung bestmöglich zu erhalten ist es notwendig, dass kalte Luft gleichmäßig und in ausreichendem Maße die Produkte in den Großkisten umströmt. Hier setzt ein neues Forschungsprojekt an, das am Leibniz Institut für Agrartechnik Potsdam-Bernim durchgeführt wird. Das Projekt läuft unter dem Titel: „Strömungssensor gestützte Luftführung in Obst- und Gemüselagern“, abgekürzt (COOL).

Die Qualität von Obst und Gemüse leidet bei unzureichender Kühlung, die wiederum zum Kostentreiber beim Energieverbrauch wird. Foto: ATB

80 Kilowattstunden pro Tonne Obst und Gemüse

Bis zu einem dreiviertel Jahr lagern Obst und Gemüse in Kühlräumen. Der Energieverbrauch ist hoch. Beinahe 80 Kilowattstunden je Tonne Produkt stehen zu Buche. Rund 40 Prozent werden nach den Ergebnissen des Leibniz Instituts alleine für die Luftumwälzung benötigt. Zudem geraten Qualitäts- und Masseverluste zu gewichtigen Kostenfaktoren.

Das Projekt „Strömungssensor gestützte Luftführung in Obst- und Gemüselagern“ soll sicherstellen, dass die kalte Luft gleichmäßig durch die Spalten zwischen den Kisten und durch die Kisten selbst strömt.

COOL-Strömungssensor regelt Belüftung der Kühlräume

Durch den COOL-Strömungssensor, der Daten durch Funkwellen überträgt und empfängt, soll genau dieses Ziel Wirklichkeit werden. Denn der Sensor regelt aufgrund der Messungsergebnisse automatisch die Belüftung. So soll die Qualität verbessert und das Energieaufkommen um bis zu einem Fünftel verringert werden.

Auch die Auslegung der Räume selbst wollen die Forscher betrachten. Einbauten, veränderte Stapelabstände und das Design der Großkisten sowie ihre Durchströmungseigenschaften stehen ebenfalls auf dem Prüfstand.

Anwendersoftware für bessere Planung und Nutzung von Kühlräumen

Das Projekt „Strömungssensor gestützte Luftführung in Obst- und Gemüselagern“ soll zweieinhalb Jahre laufen. Im Idealfall entsteht aus der Forschungsarbeit eine Anwendersoftware, die bei der  Gestaltung neuer Räume im Hinblick auf Dimensionierung, Kistengestaltung und -stapelung sowie dem Einsatz von Lüftertechnik hilft. Gleichzeitig könnte die Anwendersoftware eine energetische und produktqualitätsbezogene Optimierung schon in Betrieb genommener Räume ermöglichen.