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Online-Handel: Facebook will eBay Konkurrenz machen

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Facebook nimmt jetzt auch den Online-Handel ins Visier. Mit dem Start der Kleinanzeigen-Plattform Facebook Marketplace bekommt der schon jetzt florierende „Handel“ unter Privatpersonen auf Facebook einen offiziellen Rahmen – und Anbieter wie eBay-Kleinanzeigen ernsthafte Konkurrenz.

So präsentiert sich der neue Facebook Marketplace im Internet. Foto: Screenshot

In dieser Woche will der Social-Media-Riese seinen neuen Marketplace in Deutschland und 16 weiteren Ländern einführen. Mit der Plattform soll es für Facebook-Nutzer künftig noch einfacher sein, Artikel – etwa in der Kategorie „Haus & Garten“ – lokal zu kaufen und verkaufen, informiert das Unternehmen. Außerdem würden die öffentlich einsehbaren Profile von Käufern und Verkäufern laut Facebook für Transparenz und mehr Sicherheit sorgen.

Private Verkäufer erzielen durch neuen Facebook Marketplace größere Reichweite

Ein weiterer Vorteil für private Verkäufer liegt dem Social-Media-Unternehmen zufolge in der größeren Reichweite, die angebotene Artikel über den neuen Marketplace erhalten. Denn wie Facebook betont, kann die neue Kleinanzeigen-Plattform parallel zu den bereits jetzt bestehenden und rege in Anspruch genommenen geschlossenen Kaufen-und-Verkaufen-Gruppen genutzt werden.

Medienberichten zufolge profitiert aber auch Facebook selbst von seinem neuen Angebot. Konnte das Unternehmen aus den bisherigen Kaufen-und-Verkaufen-Gruppen kaum Kapital schlagen, laufen in den USA – wo der gebührenfreie Facebook Marketplace im vergangenen Oktober online gegangen ist – bereits Tests mit Werbeanzeigen, mit denen das Social-Media-Unternehmen 98 Prozent seiner Gewinne einfährt.

Keine flächendeckende Reklame auf Facebook Marketplace geplant

Flächendeckende Werbung will Facebook laut Unternehmenssprecherin Deborah Liu auf seinem Marketplace zwar nicht schalten. Mit einer potenziellen Zielgruppe von über 550 Millionen Menschen weltweit, die Monat für Monat in den verschiedenen Kaufen-und-Verkaufen-Gruppen auf der Social-Media-Plattform aktiv sind, haben Firmen jedoch einen hohen Anreiz, Werbung für ihre Produkte und Dienstleistungen auf Facebook zu platzieren.

Und noch eine Einnahmequelle könnte sich für Facebook auf lange Sicht mit dem Marketplace erschließen. Wie Spiegel Online schreibt, bietet das Unternehmen in den USA bereits seinen eigenen Bezahlservice an, mit dem Marketplace-Nutzer den Preis für ihren gekauften Artikel via Facebook-Messenger begleichen können. Damit sagt Facebook neben Plattformen wie eBay-Kleinanzeigen auch Bezahldiensten wie PayPal den Kampf an.