Organisationen fordern mehr Fairness bei Lizenzgebühren

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DIe Organisationen fordern mehr Fairness bei der Zahlung der Lizenzgebühren. Foto: Nattanan Kanchanaprat / Pixabay

Die internationalen Branchenorganisationen, AIPH, CIOPORA und Union Fleurs haben gemeinsam einen Aufruf an die Erzeuger und Züchter von Zierpflanzen gestartet, die extremen finanziellen Herausforderungen anzuerkennen, vor denen beide Gruppen stehen. Darin fordern die Organisationen, dass Lizenzgebührenzahlungen für die Nachhaltigkeit der Zierpflanzenzucht und für die Förderung der Innovation unerlässlich sind.

Noch offene Lizenzgebühren

Einige Produzenten, insbesondere von Schnittblumen, mussten auf einigen Märkten enorme Umsatzeinbußen hinnehmen, da die Einzelhandelslieferkette als Reaktion auf die weltweit auferlegten Regeln zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie geschlossen wurde. Viele Blumenanbauer mussten gar ihre Blumen vernichten, für die eine Lizenzgebühr fällig war. Unternehmen in der gesamten Kette haben darunter gelitten und arbeiten derzeit hart daran, sich von der noch nicht beendeten Krise zu erholen. Im Gegensatz dazu haben einige Gärtner ein gutes Jahr hinter sich, und in einigen Ländern sind die Zierpflanzenverkäufe weiterhin stark. Mehrere Züchter litten unter einer vollständigen Einstellung der Lizenzgebührenzahlungen in der Spitzenzeit der Krise. Es sei noch immer ein beträchtlicher Betrag an Lizenzgebühren offen, weshalb sich die drei Organisationen zusammengeschlossen haben, um darauf aufmerksam zu machen.

„Viele stehen vor erheblichen finanziellen Herausforderungen“

„Es ist besorgniserregend, dass die Züchter oft die letzten sind, die innerhalb eines Pflanzenproduktionszyklus bezahlt werden, denn wie jeder Lieferant werden sie leiden, wenn Verträge nicht eingehalten werden. Die Züchter wollen gute Beziehungen zu ihren Kunden unterhalten, ob es sich dabei nun um große oder kleine Produzenten handelt, aber sie sind für die Fortführung ihrer Geschäfte auf die Zahlung ihrer Lizenzgebühren angewiesen“, betont Edgar Krieger, Generalsekretär der CIOPORA. „Einige Gärtner mussten in diesem Jahr die Kosten für extreme Verluste tragen, und viele stehen vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Es ist klar, dass die Anbauer sich auf eine einfühlsame und verständnisvolle Herangehensweise ihrer Lieferanten verlassen werden, um sie durch dieses schwierige Jahr zu führen“, bekräftigt auch Tim Briercliffe, Generalsekretär des AIPH.

Forderung nach mehr Verständnis und Fairness füreinander

„Alle Akteure in der globalen Lieferkette der Blumenzucht müssen die Herausforderungen erkennen, die die COVID 19-Pandemie in der Branche geschaffen hat. Durch die Zusammenarbeit bei der Erzielung von für beide Seiten akzeptablen Geschäftsvereinbarungen wird die Branche gut aufgestellt sein, um in bessere Zeiten zu gelangen“, wirft Sylvie Mamias, Generalsekretärin von Union Fleurs bereits einen Blick voraus. Trotz aller Herausforderungen, die die aktuelle Situation mit sich bringt, drängen die Organisationen auf eine Haltung des größeren Verständnisses und der Fairness von beiden Seiten, um den Wiederaufbau einer starken Lieferkette für Zierpflanzen für die Zukunft zu gewährleisten.

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