Otto will auf Gartenmarkt mitmischen

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Der Versandriese Otto will zukünftig auch auf dem Gartenmarkt mitmischen. Foto: otto.de

Das 1949 als Versand- und Kataloghandel gestartete Hamburger Unternehmen Otto, mittlerweile als großer Online-Händler tätig, will sein Sortiment in den kommenden Monaten erweitern und auf dem Garten- und DIY-Markt mitmischen.

Rasanter Aufstieg des Versandhändlers

Wer kennt ihn nicht, den dicken Otto-Katalog, der in nahezu jedem deutschen Haushalt der 1980er und 90er-Jahre vorhanden war? Der rasante Aufstieg des Unternehmens begann im August 1949 im Hamburger Stadtteil Schnelsen. Der 40-jährige Werner Otto gründete unter seinem Familiennamen den Versandhandel Otto. Im Folgejahr erschien der erste Katalog mit 14 handgebundenen Seiten, auf denen Otto insgesamt 28 Paar Schuhe anbot. Die Auflage des ersten Kataloges betrug 300 Exemplare und bot unter anderem den Kauf auf Rechnung an. Ein Konzept, welches im Nachkriegsdeutschland gut ankam, denn bereits 1951 war der Katalog 28 Seiten stark und bot neben Schuhen auch Aktentaschen, Regenmäntel und Hosen an. Die Auflage und das Sortiment wurden stetig erweitert und schon 1958 gehörte Otto mit einem Umsatz von 100 Millionen DM zu den Großunternehmen Deutschlands. Mittlerweile ist Otto als Online-Händler aktiv und will laut eigenen Angaben weiter expandieren und das Sortiment um Bau- und Gartenmarktartikel erweitern.

Garten- und DIY-Segment soll ausgebaut werden

Aktuell sind bereits mehrere Hunderttausend Artikel aus dem Bau- und Gartenmarktbereich online bei Otto erhältlich. Das Sortiment hat die steigende Nachfrage nach diesen Artikeln zum Anlass genommen, die Produktpalette in den kommenden Wochen deutlich zu erweitern. „Unser Ziel ist es, auf otto.de ein vollumfängliches Baumarkt-Sortiment anzubieten“, sagt Hans Schabert, Bereichsleiter Garden & DIY bei Otto. Rund drei Viertel des Garten- und DIY-Sortimentes seien bereits verfügbar. „Artikel, die wir noch nicht auf der Plattform haben, werden wir in den kommenden Wochen nachziehen. Darüber hinaus gibt es Themen, wie zum Beispiel die Düngemittelverordnung, bei denen wir sicherstellen müssen, dass Dritte, die Produkte über unsere Plattform verkaufen möchten, allen rechtlichen Pflichten nachkommen können. Das ist manchmal durchaus komplex und aufwendig. An beiden Themen arbeiten wir mit Hochdruck”, macht Frank Gallus, Leiter des Sales-Bereichs beim Otto-Market deutlich.

Artikel direkt oder über Marktplatz vertrieben

Einen Teil der Produkte bietet Otto selbst als Händler und Verkäufer an, weitere Artikel werden aber auch von Marktplatzpartnern über die Otto-Plattform angeboten. „Allein in der Kategorie Garden & DIY liegt die Anzahl der Marktplatzpartner auf otto.de inzwischen in einem hohen dreistelligen Bereich“, so Gallus. Auch hier wolle man das Geschäft weiter ausbauen. „Deshalb sind wir weiterhin offen für Partner, die Produkte aus diesem Sortimentsbereich auf unserer Plattform anbieten möchten“, so der Leiter des Sales-Bereichs.