TASPO GartenMarkt

Palmenhaus saniert und wieder eröffnet

Dresden. 40 Jahre dauerte der Verfall. Nun, am 25. März, eröffnete das 660 Quadratmeter große Pillnitzer Palmenhaus wieder seine Tore für den Publikumsbetrieb. 2,2 Millionen Euro hat es sich der Freistaat kosten lassen, die 150 Jahre alte Stahlkonstruktion zu sanieren.

Technische Finessen wurden eingebaut, beispielsweise eine Nebelanlage, welche die Luft ständig feucht hält, aber die Gäste nicht belästigt. Feuchtigkeit, Lichteinfall und Temperatur sind aufeinander abgestimmt. Aber es gibt auch noch alte Technik zu bewundern, zum Beispiel die Schächte der Kanalheizung und die Lüftungsklappen am gemauerten Teil der Stehwand.

Das neue Bepflanzungskonzept folgt lediglich hinsichtlich der Pflanzenherkunft der historischen Nutzung. Aus der einstigen Überwinterungsstätte ist ein attraktives Schauhaus geworden. Pflanzen aus dem südlichen Afrika und Australien haben hier ihre neue Heimat gefunden. In Kalt- und Warmhäusern sind heute die Nationalblume Südafrikas, die Königsprotea (Protea cynaroides), die Paradiesvogelblume (Strelizia reginae), der Zuckerbusch, der Zylinderputzer, verschiedene Palmfarne oder Akazien zu finden. Und natürlich dürfen die Palmen nicht fehlen, wie die Nikau-Palme, die australische Schirmpalme oder die Kentiapalme. Der interessierte Besucher kann von nun an das Werden und Gedeihen der teilweise noch jungen Pflanzen miterleben und wird bemerken, dass mit der Gestaltung der Pflanzflächen ein Bezug zum Heimatstandort beabsichtigt ist. Dem Besucher bietet sich so in komprimierter Form die Möglichkeit einer Reise durch ausgewählte Vegetationszonen, beginnend am Kap der guten Hoffnung über die Küsten und üppigen Waldregionen Südafrikas bis hin zu den Regenwäldern Südaustraliens und Neuseelands.

Geöffnet ist das Gewächshaus von April bis Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr.