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Pflanzenauge: Neuer Sensor überwacht Pflanzenwachstum

Der Scanner, genannt Plant Eye oder Pflanzenauge, der Spezialfirma Phenospex (Aachen) „sieht“ alles. Phenospex ist ein Ableger des Forschungszentrums Jülich und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule RWTH Aachen und beschäftigt sich mit Sensorik und Software für die hoch-automatisierte Gartenbauproduktion. Mit dem Plant Eye hat sie einen automatischen Sensor für das Pflanzenwachstum und die Kulturführung in Gartenbaubetrieben und mit Gartenbaubetrieben entwickelt.

Jürgen Haslach ist Betriebsleiter im Gartenbaubetrieb Georg Hanka in Kempen, hier am Plant Eye-Terminal im Gewächshaus. Foto: Agrobusiness

Für diese Innovationskraft zeichnet die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten das elektronische „Pflanzenauge“ als Beispiel für den Erfindergeist und Einfallsreichtum der deutschen Wirtschaft aus.

Die Preisverleihung ist gemeinsam mit den Kooperationspartnern, dem Gartenbaubetrieb Hanka und der Netzwerkinitiative Agrobusiness Niederrhein Mitte September vorgesehen.

Das Plant Eye setzt sich aus drei Komponenten zusammen und ist bereits in vielen Gewächshäusern im Einsatz, hat sich dort in der Praxis bewährt: Der Scanner wird auf einen Gießwagen montiert, erfasst so den gesamten Pflanzenbestand und liefert genaue Daten zum Pflanzenwachstum ab.

Das dazugehörige Terminal, ein Tablet-PC, zeigt dann die Daten vor Ort im Gewächshaus. Außerdem kann über das Terminal ein automatisches Tagebuch zur Dokumentation der Produktion geführt werden. Dritte Komponente ist die Analyse-Software: Hier fließen alle Daten zusammen, und das Pflanzenwachstum kann in Abhängigkeit von Klima und Kulturführung analysiert werden.

Durch die automatische Erfassung der Pflanzendynamik und eine intelligente Verknüpfung mit Umweltfaktoren und Kulturführung können Ressourcen gespart und die Qualität der Produkte erhöht werden. Plant Eye sei ein Beispiel für Innovationen als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung auch im Gartenbau, so Dr. Grégoire Hummel von Phenospex.

Er freue sich, dass die Preisverleihung die Aufmerksamkeit auch einer breiten Öffentlichkeit auf den Gartenbau lenke. Er zähle dabei auf die Zusammenarbeit mit starken Partnern innerhalb des Netzwerkes Agrobusiness Niederrhein. Zusammen könne man den Preis nutzen, um den deutschen Gartenbau als innovative Branche mit attraktiven Perspektiven zu präsentieren.