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Pflanzenschutzmittel-Rückstände: Greenpeace fordert Baumärkte zum Handeln auf

Gegen den „Einsatz von Pestiziden bei Zierpflanzen“ protestierten Greenpeace-Aktivisten in 38 Städten vor Filialen großer Baumarktketten wie Bauhaus, Obi und Toom. Sie bauten vor Märkten unter anderem in Berlin, Hannover und Köln mannshohe Blumen auf und versahen Pflanzen der Märkte mit Etiketten, auf denen stand: “Achtung: Pestizide gefährden Bienen!“ 

Im April veröffentlichte Greenpeace – wie berichtet – eine Studie, nach der 79 Prozent der untersuchten Pflanzen aus Baumärkten und Gartencentern Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthielten, die Bienen krank machen können. Greenpeace hatte danach die größten Bau- und Gartenmärkte Obi, Bauhaus, Toom, Hornbach und Hagebau gefragt, ob sie bienengefährliche Pestizide aus dem Sortiment nehmen und von ihren Pflanzenlieferanten einen Verzicht auf den Einsatz dieser Gifte verlangen.

Laut Greenpeace haben Bauhaus, Obi, Toom und Hornbach inzwischen die für Bienen gefährlichsten Stoffe aus ihren Regalen genommen. Hagebau ziehe Ende des Jahres nach. Auf ihre Pflanzenlieferanten wollten die befragten Baumärkte hingegen laut der Umfrage von Greenpeace nicht einwirken.

„Die Unternehmen haben bewiesen, dass sie zum Schutz der Bienen beitragen können und wollen. Doch sie müssen auch ihre Pflanzenlieferanten dazu bringen, nicht länger bienengefährdende Pestizide zu verwenden“, fordert Christiane Huxdorff, Greenpeace. (ts/rve)