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Pflegeleichte Gärten: Stauden als attraktive Laubschlucker

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Pflegeleicht ist das Zauberwort, das bei Garten-Neuanlagen und -Umgestaltungen ganz oben auf der Wunschliste der Kunden steht. Eine Möglichkeit, die Pflege zu reduzieren, besteht darin, Gehölze mit laubschluckenden Stauden zu unterpflanzen.

Als wüchsiger Bodendecker lässt Pachysandra mittelgroße Blätter wie von Zauberhand verschwinden. Foto: GMH/Bettina Banse

Bodendeckende und strukturgebende Stauden kombinieren

Für Flächen, die dauerhaft attraktiv und gepflegt aussehen sollen, empfiehlt es sich, bodendeckende und strukturgebende Stauden zu kombinieren. Besonders praktisch sind Bodendecker, die neben wenig Licht auch herabfallendes Herbstlaub tolerieren – oder es sogar ganz verschlucken.

Die Auswahl geeigneter Pflanzen ist erfreulich groß (beispielsweise Pachysandra, Geranium macrorrhizum oder endressii, Lamium, Luzula sylvatica, Hedera, Epimedium, Vinca, Waldsteinia). Der optische Schwerpunkt liegt bei schattenverträglichen Arten in den unterschiedlichen Blattstrukturen und -oberflächen – wie geschaffen für vielseitige und dennoch ruhig wirkende Flächen.

Strukturgeber in „Grundgewebe“ einbinden

Die einfachste Gestaltungsvariante ist ein „Grundgewebe“ aus flächig wachsenden immer- oder wintergrünen Stauden, in das einzelne Strukturgeber eingebunden werden. Attraktive zusammenhängende Flächen bildet zum Beispiel das im Frühling violett oder weiß blühende Kleine Immergrün (Vinca minor). Empfehlenswerte Sorten sind etwa ‘Anna’, ‘Marie’ und ‘Elisa’.

Auch die goldgelb blühende Waldsteinie (Waldsteinia geoides) wächst schön dicht. Akzente setzen kann man in solchen Flächen beispielsweise mit Salomonssiegel (Polygonatum), Japan-Anemone (Anemona japonica), Schaublatt (Rodgersia), Waldschmiele (Deschampsia), Japan-Waldgras (Hakonechloa macra) und Farnen.

Natürlich sind auch noch abwechslungsreichere Pflanzungen möglich, die Basis bilden jedoch in jedem Fall winter- oder immergrüne Stauden. Diese können zum Beispiel mit Frühlings-Anemonen (Anemone blanda) oder Busch-Windröschen (Anemone nemorosa), die ihr Laub unauffällig einziehen, ergänzt werden.

Für schnell geschlossene Flächen: lieber etwas dichter pflanzen

Um schnell geschlossene Flächen zu erzielen und weil sich weniger Unkraut ansiedeln kann, sollte lieber etwas dichter gepflanzt werden. Zusätzlich werden die Flächen maximal zwei bis drei Zentimeter hoch mit Kiefernrinde (Körnung 10 bis 20 Millimeter) abgestreut. Diese hält in der Regel genau die zwei bis drei Jahre, in denen die Pflanzendecke sich komplett schließt. Danach ist Unkraut kein Thema mehr.

Die Pflanzen wachsen umso rascher ein, je sorgfältiger der Boden gegebenenfalls mit Kompost oder Bimsstein aufbereitet sowie mit Steinmehl, Kalk und organischem Dünger verbessert wurde. Außerdem sollte in den ersten ein, zwei Jahren intensiv gewässert werden.