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Phyto-Solar: Solarkraftwerk für Gewächshausdächer

Die Phyto-Solar Projektmanagement GmbH (Langförden) entwickelt, plant und realisiert Solargewächshäuser. Das Unternehmen hat sich auf Gewächshäuser vom Typ Venlo spezialisiert und ein Solar-Modul entwickelt, das dem original Glasmaß der Gewächshäuser entspricht. 

Das Modul ersetzt dadurch eins zu eins die vorhandene Scheibe. Gärtner könnten so ihre bestehenden Gewächshäuser durch eine Photovoltaik-Anlage (PV) ergänzen und zu einem kleinen Solarstromkraftwerk machen. Das System sei durch ein innovatives Wechselrichterkonzept des Herstellers Siemens perfekt aufeinander abgestimmt.

Zum Einsatz kommen Stringwechselrichter von Siemens mit einer DC-Nennleistung von 20 Kilowatt (kW) und einem Wirkungsgrad von 98,2 Prozent. Wechselrichter und PV-Module sind aufeinander abgestimmt für einen möglichst hohen Energieertrag. Die Montage der Wechselrichter erfolgt in 20 Fuß High Cube Stahlcontainern, die durch Ventilatoren aktiv belüftet werden. Alle Wechselrichter sind vollständig elektrisch verdrahtet und angeschlossen bis zur Niederspannungs-Unterverteilung.

Gefertigt werden die Solar-Module von der Firma Apollo Solar Energy Co. (Taiwan) nach deutschen Standards (ISO 9001:2008) in einem automatisierten Herstellungsprozess. Die PV-Module der Apollo-G6M-Serie für Gewächshäuser sind vom TÜV Rheinland zertifiziert und werden regelmäßig kontrolliert. Die Solar-Module haben polykristalline Zellen, eine Abmessung von 1.649 mal 997 mal 31 Millimeter und wiegen 19 Kilogramm pro Stück. Der Rahmen besteht aus eloxiertem Aluminium.

Mit dem Phyto-Solar PV-Paket für Solargewächshäuser könnten bestehende Gewächshäuser einfach und schnell in PV-Kraftwerke umgerüstet werden. Das System hat sich nach Firmenangaben bereits mehrfach bewährt und kam unter anderem im Betrieb von Rudolf Cordes zum Einsatz. Cordes hat sein bestehendes Gewächshaus für Mikroalgen in Bassum vor einiger Zeit mit Solar-Laminaten nachgerüstet und erntet seitdem Solarstrom.

Diesen und weitere spannende Beiträge rund um das Thema Energie und wie sich die Kosten dafür wirkungsvoll reduzieren lassen, lesen Sie auf 5 Seiten in unserem großen Sonderteil Energietechnik in der aktuellen TASPO Ausgabe 20/2012. (ts)