TASPO GartenMarkt

Pläne des BGL: IG BAU wendet sich gegen Auszubildende zweiter Klasse

Wie wir bereits im GaLaBauReport der TASPO-Ausgabe 19/2007 gemeldet haben, möchte der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) mit einer neuen Qualifikation zum einen Fachkräfte für seine Betriebe gewinnen und zum anderen ein Zeichen gegen branchenfremde Bildungsträger setzen. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) erteilt diesen Plänen eine klare Absage. Mit der zweijährigen Qualifikation zum " Gehilfen für Bau- beziehungsweise Vegetationstechnik im Garten- und Landschaftsbau", die unterhalb der regulären Ausbildung angesiedelt sein soll, wendet sich der BGL an langzeitarbeitslose Jugendliche. Die Qualifikation soll mit Lohnzuschüssen der Bundesagentur für Arbeit kombiniert werden. Die IG BAU sehen in dieser Ausbildung zum "Gärtner light" für Jugendliche keine echte Perspektive. Insbesondere kritisiert die Gewerkschaft den Alleingang des BGL. Man habe sich in einem gemeinsamen Positionspapier für eine dreijährige Ausbildung ausgesprochen. Nun versuche der BGL einen zweijährigen Ausbildungsgang am Berufsbildungsgesetz vorbei zu schaffen. "Hier sollen Jugendliche zu Auszubildenden zweiter Klasse gemacht werden. Und das mit Zuschüssen der Bundesagentur für Arbeit", betont Bärbel Feltrini, Vorstandsmiglied der IG BAU. Die bestehenden Förderinstrumente, um banachteiligte Jugendliche im Garten- und Landschaftsbau auszubilden, reichten völlig aus.