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Platanenkubus: einzigartiges Bauwerk auf der Laga Nagold

Ein einzigartiges Projekt ist der 1.000 Kubikmeter große Platanenkubus im Riedbrunnenpark, ein begehbares baubotanisches Bauwerk, das aus einer lebenden, pflanzlichen Struktur und stählernen Konstruktionselementen wie Treppen und Galerien besteht, beschreibt die Landesgartenschau Nagold 2012 GmbH. 

Ein begehbares baubotanisches Bauwerk: der Platanenkubus im Riedbrunnenpark. Foto: Laga Nagold 2012

Das Bauwerk zeigt eine Verbindung von Natur und Technik, die es so in der modernen Architektur noch nie gegeben habe. Etwa 1.000 junge Platanen wurden in sechs Ebenen übereinander angeordnet und bilden grüne Blätterwände, die einen Raum entstehen lassen, der wie eine künstlich gebildete Baumkrone wirkt.

Die Besucher dürfen drei Plattformen betreten und kommen so in unmittelbaren Kontakt mit einem Gebilde, bei dem technische Einrichtungen und wachsende Pflanzen verschmelzen. Denn die jungen Pflanzen sind so miteinander verbunden, dass sie sich in einen einzigen Organismus verwandeln. Gleichzeitig wächst die Stahlkonstruktion an definierten Punkten in die Pflanzenstruktur ein. Auf diese Weise entsteht im Laufe der Zeit ein stabiles, sich selbst versorgendes Pflanzenkonstrukt, sodass nach und nach die anfangs notwendigen Pflanzbehälter und auch die stählernen Eckstützen entfernt werden können.

Dieser Prozess wird während der Laga in Ansätzen sichtbar, da die Pflanzen an den Verbindungsstellen bereits erste Verwachsungen zeigen. Insgesamt vergehen jedoch bis zu 20 Jahre, bis die Pflanzen eine entsprechende Tragfähigkeit erreicht haben. Im Lauf der Zeit entsteht eine Baumkrone, die den Innenraum nach oben hin schließt. (ts)