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Praktiker verhandelt über neues Kreditangebot

Der Vorstand der Praktiker AG hat gestern beschlossen, die Exklusivität mit der Fondsgesellschaft Anchorage Capital Europe LLP (Anchorage) aufzukündigen und Verhandlungen mit der Semper Constantia Privatbank AG (Semper Constantia) über ein von dieser am 29. August 2012 vorgelegtes, neues Kreditangebot aufzunehmen. 

Anchorage hatte in den Kreditverhandlungen Nachforderungen gestellt, die, so Praktiker in einer Ad hoc Meldung von gestern, trotz Entgegenkommens der Beteiligten nicht umfänglich erfüllt werden konnten. Mit Semper Constantia wurde, so Praktiker weiter, am gestrigen Donnerstag ein erstes Gespräch über das Kreditangebot und dessen Realisierungswahrscheinlichkeit geführt.

Dieses sei positiv verlaufen und lasse erwarten, dass ein Vertragsabschluss über die Super Senior Facility (besicherter Kredit) kurzfristig und zudem zu besseren Konditionen erfolgen werde. Praktiker geht davon aus, dass damit ein weiterer wesentlicher Schritt zur Realisierung des vom Vorstand und Aufsichtsrat beschlossenen Sanierungskonzepts der Baumarktkette erreicht ist.

Die Neuausrichtung des Deutschlandsgeschäfts der Praktiker AG wird unterdessen nach weiteren Angaben des Konzerns weitergeführt. Wenige Wochen nach den ersten Marktumstellungen von Praktiker auf Max Bahr, die Ende September abgeschlossen sein soll, folge die zweite Welle. Wieder seien es sieben Praktiker-Standorte, die nach einer bis zu vierwöchigen Umbauzeit unter der höher positionierten Konzernmarke weiter geführt werden. Für die Kunden dieser Märkte bedeute das: mehr Auswahl, mehr Services und mehr Beratung als bisher.