Preise für Substrate und Erden steigen

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Der IVG erwartet drastische Preissteigerungen bei Erden, Substraten und Düngemitteln. Symbolfoto: Green Solutions

Die Corona-Pandemie hat den globalen Handel massiv durcheinandergewirbelt, steigende Frachtkosten und Lieferengpässe führten in vielen Bereichen bereits zu Preissteigerungen. Steigende Rohstoff- und Energiepreise führen laut IVG nun auch dazu, dass Hersteller von Substraten, Erden und Dünger die gestiegenen Kosten an den Handel weitergeben müssen.

Gestiegene Preise für Rohstoffe

Die Preissteigerungen waren zuletzt besonders bei Herstellern von Gartengeräten und -möbeln spürbar, da diese Unternehmen insbesondere mit den gestiegenen Kosten für die Rohstoffe Metall und Kunststoff zu kämpfen hatten. Mittlerweile habe sich laut Industrieverband Garten (IVG) die Lage verschärft und auch Hersteller von Erden, Substraten und Düngemitteln erreicht. Erschwerend hinzu kommen steigende Energiepreise und der Fachkräftemangel. Demnach haben sich die Containerpreise für die Rohstoffe Cocos und Pinie seit dem Frühjahr mehr als vervierfacht. Hier sei eine Entspannung der Lage nicht erkennbar, eher seien Preissteigerungen von weiteren zehn Prozent mehr als wahrscheinlich. Auch der derzeitige Mangel von Arbeitskräften komme erschwerend hinzu. Hier seien hohe Lohnsteigerungen nötig, um Fachpersonal zu halten.

Preise bei Düngemitteln explodieren

Auch die Hersteller von Düngemitteln stehen aktuell vor großen Herausforderungen aufgrund von enormen Preissteigerungen bei Erdgas, was bei der Herstellung von Ammoniak und Stickstoffdüngemitteln benötigt werde (TASPO Online berichtete). Im Zusammenhang mit gestiegenen Preisen für CO2-Zertifikate im Emissionshandel stehen die Hersteller hier vor großen Hürden. Des Weiteren haben sich auch in diesem Bereich viele Rohstoffe deutlich verteuert. So zum Beispiel Harnstoff, dessen Preis im Vergleich zum Vorjahr um über 300 Prozent gestiegen sei. Auch der globale Handel habe hier deutliche Auswirkungen auf den Preis, da zum einen europäische Hersteller die Produktion von Ammoniak zum Teil bereits eingestellt haben, Hersteller aus anderen Regionen wiederum haben ihre Exportmengen drastisch gekürzt, um den lokalen Markt decken zu können. Hier befürchtet der IVG drastische Preissteigerungen und deutlich veränderte Angebote auf den Märkten.

An Alternativen werde gearbeitet

„Viele unserer Mitgliedunternehmen haben in den vergangenen Monaten alles in ihrer Macht Stehende unternommen, um lieferfähig zu bleiben und den gewohnten Service zu gewährleisten. Doch die Entwicklung der letzten Monate zwingt nun auch diejenigen dazu, die Preiserhöhungen bisher relativ gut kompensieren konnten, die Produktpreise zu erhöhen, um wirtschaftlich produzieren zu können“, sagt Anna Hackstein, Geschäftsführerin des IVG. Es werde mit Hochdruck an Alternativen gearbeitet heißt es vom IVG, doch müsse sich der Handel auf steigende Preise einstellen, die damit auch an den Endverbraucher weitergegeben werden müssten.

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