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Profilsysteme Ecolite und EcolitePlus: Isolation spart Energie

Die Entwicklung in der Gewächshausbaubranche ist geprägt von dem Thema Energieeffizienz und Klimaschutz. An Innovationen in diesem Bereich wird bis ins kleinste Detail gefeilt, um möglichst viel Energie einzusparen. Damit werden Kosten für Energie reduziert und als positiver Nebeneffekt die Umwelt geschont, informiert die Siedenburger Stahl+Glasbau GmbH & Co. KG.

Die Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin in Sulzburg ist Nutzer des Profilsystems Ecolite. Werkfoto

Der Gewächshausbauer aus Rahden hat drei Systeme mit unterschiedlichen Wärmedämmwerten entwickelt, die den Angaben zufolge den verschiedenen Anforderungen für Gebäude gerecht werden. Auf die Eigenschaften der ursprünglichen Gewächshausprofilsysteme, wie filigrane Ansicht, leichtes Gewicht und kostengünstige Herstellung, müsse dabei trotz der verbesserten Isoliereigenschaften nicht verzichtet werden. In der Praxis haben sich nach Herstellerangaben die Profilsysteme Ecolite und EcolitePlus schon mehrfach bewährt.

Die Basisausführung bildet das Profilsystem Isolite, das in den Varianten 26 und 16 Millimeter Isolierglas oder Stegplatte und in sechs bis acht Millimeter Einfachverglasung angeboten wird. Das gesamte Profilsystem einschließlich der 320 Millimeter breiten Stahlrinne ist thermisch nicht getrennt, jedoch mit einer Sprossenabdeckung aus Gummi versehen. Für eine ansprechende Optik gibt es die Möglichkeit, runde oder eckige Aluminiumabdeckungen aufzubringen. Mit diesem System und einer 26 Millimeter starken Isolierverglasung mit einem Ug-Wert von 1,1 Watt pro Quadratmeter Kelvin (W/m²K) werde ein Gesamt-Ucw-Wert der Fassade von 1,8 W/m²k erreicht.

Die nächsthöhere Variante ist das Profilsystem Ecolite. Bei dem bereits mehrfach in der Praxis angewandten Profilsystem ist die gesamte Konstruktion einschließlich der 400 Millimeter breiten Stahlrinne isoliert ausgeführt. Das äußere Erscheinungsbild lässt sich mit den Abdeckungen analog zum System Isolite variieren. Mit dem System Ecolite und einer 26 Millimeter Isolierverglasung mit einem Ug-Wert von 1,1 W/m²K wird laut Siedenburger ein Gesamt Ucw-Wert der Fassade von 1,4 W/m²K erreicht.

Die bestmöglichen Wärmedämm-Eigenschaften werden mit dem System EcolitePlus erreicht. Zum Einsatz kommt dafür ein Profilsystem mit nochmals verbesserten Wärmedämm-Eigenschaften sowie eine 400 Millimeter breite, hochisolierte Sandwichrinne mit einem Ug-Wert von 0,7 W/m²K und einem luftdichten Anschluss zum Dach, informiert Siedenburger. In der Fassade wird eine 36 Millimeter Dreifach-Isolierverglasung mit einem Ug-Wert von 0,7 W/m²K verwendet. So werde ein Gesamt Ucw-Wert der Fassade von 1,0 W/m²K erreicht.

Ein weiterer Schritt, um die Energieeffizienz zu verbessern, sei der Einsatz von Photovoltaik-Modulen sowohl im Dach als auch in der Wand. Neben den üblichen Aufdachsystemen möchte Siedenburger hier besonders Isolierglas-Dünnschichtmodule für die Verwendung in den üblichen, gedämmten Sprossensystemen in Dach und Wand erwähnen.

Diese Module fügen sich den Angaben zufolge hervorragend in die gewohnte Gewächshaus- oder Fassadenoptik ein, und auch die Optik der Module selbst ist gleichmäßiger und heller und damit schöner anzuschauen als mono- oder multikristalline Module. Mit der Verwendung auf der Südseite in Dach und auch Wand lasse sich zudem eine natürliche Verschattung herstellen, die das Klima im Haus ohne die Verwendung von zusätzlichen Schattierungen deutlich verbessert. Zusätzlich werde noch Strom erzeugt. (ts)

Mehr Informationen gibt es unter www.siedenburger.de.

Lesen Sie auf drei Seiten TASPO extra Gewächshaustechnik in unserer aktuellen TASPO Ausgabe 37/2013 mehr zum Thema.