TASPO GartenMarkt

Projekt von CC und BGI: Praxistest von RFID-Schlössern an CCs

Bereits im Sommer 2010 hieß es auf einer gemeinsamen Informationsveranstaltung der Topfpflanzengroßhändler im BGI (Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels) und der Container Centralen in Kevelaer: „Jetzt wollen wir es aber wissen...“ Viele Fragen zur praktischen Umsetzung der „Operation Chip It“ blieben in der Diskussion unbeantwortet, konnten nicht eindeutig geklärt werden – und immer wieder das Problem der unterschiedlichen Kundenstrukturen und Logistikströme. BGI und CC legten deshalb gemeinsam ein Projekt zum Praxistest auf.

Zwei Modelle sollten durch die Firma LMS Logistik Management Service GmbH untersucht werden. Einmal für die Großhändler, die stärker im Systemhandel tätig sind – und einmal für die Großhändler, die stärker den Facheinzelhandel bedienen. Dabei ging es bei beiden Modellen um die Überprüfung der logistischen Abläufe beim Scannen im betrieblichen Alltag mit einer entsprechenden Handlungsempfehlung.

Für das Modell „Fachhandel“ stellte sich die Firma Halfmann (Schermbeck) zur Verfügung. Das Modell „Systemhandel“ wurde mit der Gartenbauzentrale (Papenburg) durchgeführt. Der durchgeführte Funktionstest der RFID-Schlösser hat gezeigt, dass diese fälschungssichere Technologie den Praxisbedingungen im Gartenbau standhält.

Die RFID-Tags konnten auch nach alltäglicher Beanspruchung (Schmutz, Wasser, raues Handling) problemlos gelesen werden. Mit Hilfe der zertifizierten Lesegeräte ließ sich die Echtheit der Container zweifelsfrei prüfen.

Die auf dem Markt befindlichen Scannerlösungen bieten für jeden Benutzer passende Geräte. Die Entscheidung über das einzusetzende Gerät hängt hierbei hauptsächlich von der Anzahl der ein- und ausgehenden Container sowie einer möglichen Integration in firmenspezifische IT-Abläufe ab.

Bei den vor Ort durch LMS durchgeführten Tests und Zeitstudien kamen zwei Handscanner und ein Mattenreader zum Einsatz. Während beim Mattenreader bei einer Integration in den Materialfluss kein zusätzlicher Zeitaufwand für das Scannen anfiel, wiesen die Handscanner geringfügige Scanzeiten auf.

Sollte das Scannen bei einem Geschäftspartner nicht möglich sein, so können alternativ bilaterale Verträge geschlossen werden, in denen man sich verpflichtet, nur echte CC-Blumencontainer miteinander zu tauschen und durch gemeinsam festgelegte Scanpunkte ein geschlossenes System zu schaffen.

„Eine Reihe von nationalen und internationalen Marktteilnehmern haben sich entschlossen, nicht mehr am Pool der Container Centralen teilzunehmen. Es wird also auch in Zukunft ein paralleles System geben“, so Frank Zeiler, Geschäftsführer des BGI.

„Für welches System unsere Mitglieder sich entscheiden, wird im Wesentlichen davon abhängig sein, mit welchem System ihre Kunden arbeiten. Die Studie zu den Modellprojekten mit CC soll eine Entscheidungshilfe sein und liegt in ausführlicher Form vor. Sie steht den Mitgliedern des BGI auf Anfrage zur Verfügung.“

Homepage der Container Centralen unter www.container-centralen.de

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