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Qualitätszeichen Stauden: elf Gärtnereien bestehen Prüfung

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Getestet und für gut befunden – so lautet das Urteil für insgesamt elf Staudengärtnereien im gesamten Bundesgebiet, bei denen jetzt die turnusgemäße Prüfung für die erneute Erteilung des Qualitätszeichens Stauden anstand.

Für das Qualitätszeichen Stauden müssen die Gärtnereien in 16 Kategorien bestehen. Geprüft wird unter anderem, ob die Quartiere sauber sind und eine klare Etikettierung stattfindet. Foto: BdS

Staudengärtner müssen für Qualitätszeichen in 16 Kategorien bestehen

Um das Qualitätszeichen Stauden für weitere drei Jahre führen zu dürfen, müssen die überprüften Betriebe in insgesamt 16 Kategorien bestehen. Bewertet werden dabei die Kultivierung, die Pflanzenqualität und die umweltgerechte Produktionsweise, wobei die unabhängigen Prüfer unter anderem die Vermehrungsstationen, Produktions-, Lagerungs- und Verkaufsbereiche der Gärtnereien kontrollieren. Sollte nur eine einzige der 16 überprüften Kategorien die Wertung „unterdurchschnittlich“ erhalten, muss sich der betreffende Stauden-Betrieb bereits nach einem Jahr einer vorgezogenen erneuten Prüfung stellen.

Wie die Prüfer auf ihren diesjährigen Touren feststellen konnten, legen die besuchten Gärtnereien großen Wert auf umweltbewusstes Handeln. So nutzen die mit dem Qualitätszeichen Stauden ausgezeichneten Gärtner etwa torfreduzierte Substrate und bekämpfen Unkraut verstärkt mit Heißwassergeräten statt mit Herbiziden.

Zudem fiel den Prüfern positiv auf, dass einige der elf überprüften Betriebe die Vorgaben des Pflanzenpasses bereits vorbildlich auf ihren Etiketten umgesetzt haben und mit einem mehrsprachigen, individuell ausdruckbaren Etikettier-System arbeiten.

Überprüfte Staudengärtner punkten unter anderem mit Sortenechtheit

Auch in puncto Sortenechtheit konnten die Staudengärtnereien punkten. Diese sichern sie mit ihren Mutterpflanzen-Quartieren zum Vergleich ab, zusätzliche komplette und geprüfte Bestände erhalten sie durch Zukäufe von Sortimenten aus den Sichtungen. Altbestände auf den Kulturflächen waren durch den Abverkauf der Betriebe dagegen kaum zu finden.

Ihr Sortiment – durchschnittlich 1.200 verschiedene Arten und Sorten kultivieren deutsche Staudengärtner, einzelne bieten dem Bund deutscher Staudengärtner (BdS) zufolge sogar 3.000 bis 4.000 unterschiedliche Arten und Sorten an – zeigen die Betriebe abhängig von ihrem jeweiligen Kundenkreis in Schaugärten, in die teils auch Mustergräber integriert waren.

Darüber hinaus bieten die überprüften Betriebe neue oder weiter ausgebaute Online-Shops an und stärken zunehmend den innerbetrieblichen Transport und die Logistik. „Die Staudengärtnereien professionalisieren sich weiter, je nach Absatzkanal in unterschiedlicher Weise“, erklärt der Offizialberater und Prüfer der Südroute, Gerhard Sorg vom Landratsamt Karlsruhe. Gerade in Süddeutschland stünden erfreulicherweise viele Betriebsnachfolger bereit, um die Kompetenz der Staudengärtnereien zu erhalten und fortzusetzen.

Elf Betriebe erneut mit Qualitätszeichen Stauden ausgezeichnet

Und das sind die elf Betriebe, allesamt Mitglieder des Bunds deutscher Staudengärtner, die nach der diesjährigen Prüfung erneut das Qualitätszeichen Stauden erhalten haben:

  • Floragarten Weinreich, Inhaber: Jan Weinreich, 39329 Wolmirstedt
  • Foerster-Stauden GmbH, 14469 Potsdam-Bornim
  • Staudengärtnerei Manig, Inhaber: Klaus-Peter Manig, 04938 Uebigau
  • Stauden Ihm, Inhaber: Johannes Ihm, 01665 Zehren/Meißen
  • Lux Staudenkulturen, Inhaber: Marko Thate, 01796 Pirna
  • Staudenkulturen Klimke, Inhaber: Karsten Klimke, 14959 Trebbin OT Wiesenhagen
  • Staudengärtnerei Poltermann, Inhaber: Björn Poltermann, 99099 Erfurt
  • Bamberger Staudengarten, Inhaber: Johann Strobler, 96052 Bamberg
  • Staudengärtnerei Augustin, Inhaber: Andreas Augustin, 91090 Effeltrich
  • Staudenkulturen Ehrhardt, Inhaber: Doris Ehrhardt & Stefan Ort, 91085 Weisendorf
  • Stauden Panitz, Inhaber: Arno Panitz, 84056 Rottenburg