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Rein ins Sortiment: winterliche Vitaminbomben

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Selber kochen ist gesund und liegt voll im Trend. Um auch im Winter die Zutaten frisch zur Hand zu haben, lohnt es sich, entsprechende Gemüse, Kräuter und Gewürze selber anzubauen. Guter Geschmack und dekoratives Aussehen ergänzen sich dabei perfekt, wie die folgenden Kübel- und Balkonpflanzen zeigen.

Besonderes, leicht bitteres Blattgemüse: Chicoree

Entstanden ist dieses besondere, leicht bittere Blattgemüse durch Züchtung aus der wilden Wegwarte, einer heimischen Pflanze mit attraktiven himmelblauen Blüten, aus deren rübenartiger Wurzel früher auch Kaffee-Ersatz hergestellt wurde. Weder die Rübenwurzel, noch die normalen Blätter des Chicorees schmecken wirklich gut. Das Geheimnis des besonderen Geschmacks liegt in der Treiberei der Wurzeln im Winter, dieses Verfahren wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Belgien entwickelt. Dazu werden die Pflanzen im Herbst komplett ausgegraben, einige Tage zum Abtrocknen liegen gelassen und anschließend in Sand eingeschlagen an einem kühlen Ort eingelagert. Zum Treiben kommen die Wurzeln dicht gepackt in eine zehn Zentimeter hohe Substratschicht in Eimer oder ähnliche Gefäße und werden lichtundurchlässig abgedeckt. Bei über 12 Grad Celsius können nach drei Wochen die kegelförmigen Sprossen geerntet werden. (Bezugsquellen: Nebelung, Quedlinburger)

Lecker und einfach zu kultivieren: Winterpostelein

Dieses Winterkraut ist auch als Kubaspinat, Winterportulak oder Tellerkraut bekannt, und im englischsprachigen Raum heißt es Indian Lettuce. Die Namen sagen es schon: Es schmeckt lecker und lässt sich offenbar vielseitig in der Küche verwenden. Winterpostelein (Claytonia perfoliata) ist sehr einfach zu kultivieren und punktet mit reichlich enthaltenen Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium und Magnesium. Ausgesät wird es von September bis Februar, entweder im Beet oder in Gefäßen, auf jeden Fall draußen. Es keimt erst bei Temperaturen von unter 12 Grad Celsius und bildet rasch viel Blattmasse. Geerntet wird wie bei Schnittsalat, die untersten Blätter bleiben stehen, die Pflanzen treiben vier- bis fünfmal wieder durch. Am gesündesten ist die Verwendung als Salat, so bleibt das Vitamin C erhalten. (Bezugsquellen: Samen Maier, Austrosaat)

Mild und mit leicht nussigem Aroma: Feldsalat

Feldsalat oder auch Rapunzel (Valerianella locusta) schmeckt so richtig nach Winter, ein wenig erdig, dabei aber mild und mit leicht nussigem Aroma. Die Wildform ist seit Jahrtausenden in Mitteleuropa heimisch, der lukullische Wert wurde trotzdem erst vor 150 Jahren so richtig für den gezielten Anbau entdeckt. Seitdem wurden auch einige Sorten mit größeren Blättern und höherer Widerstandsfähigkeit zum Beispiel gegen Mehltau ausgelesen. Die Kultur von Feldsalat ist einfach, er gedeiht auch auf recht sandigem und trockenem Boden und benötigt nur wenige Nähstoffe, während der Keimung aber Feuchtigkeit. Ab Herbst wird satzweise in Reihen oder breitwürfig ausgesät, ab November bis in den Januar ist Erntezeit der Blattrosetten. (Bezugsquellen: Kiepenkerl, Quedlinburger)

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