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Revolution? Wettervorhersage mit Hochleistungslaser

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Science-Fiction verdrängt den Wetterfrosch. Wetter- und Klimaforscher der Universität Hohenheim arbeiten an einer neuen Methode (Lidar-Technik) zur Fernerkundung von Temperaturen und Luftfeuchtigkeit in der Atmosphäre, die auf den Einsatz eines Hochleistungslasers baut. So könnte das Wetter von morgen bald genauer bestimmt werden.

Dank der Lidar-Technik, die auf Hochleistungslaser setzt, könnte die Wettervorhersage bald genauere Daten liefern. Foto: Universität Hohenheim

Hochleistungslaser ermöglicht genauere Wettervorhersage

Insgesamt vier Methoden zur Wettervorhersage verglichen die Experten der Hochschule miteinander. Die Lidar-Technik setzte sich in den Augen der Forscher deutlich gegen die „Konkurrenz“ durch. „Lidar wird die Wettervorhersage revolutionieren“, ist Prof. Dr. Volker Wulfmeyer überzeugt, Leiter des Instituts für Physik und Meteorologie der Universität Hohenheim. „Vor allem bezüglich Genauigkeit und Vorhersagezeitraum kann diese Fernerkundungsmethode entscheidende Verbesserungen bringen.“

Fernerkundungsmethode mit Hochleistungslaser bereit für Praxis

Denn die Daten, die die Fernerkundungsmethode mit den bisher üblichen Hilfsmitteln liefert, sind bisher noch sehr ungenau. So wird die Wettervorhersage manchmal zum Glücksspiel. Sollte sich die Wetterbestimmung per Hochleistungslaser durchsetzen, dürfen sich alle freuen, die unter freiem Himmel arbeiten.

Die Tests liefen aus Sicht der Forscher mehr als nur zufriedenstellend. Nun bleibt für das Lidar-System der Sprung in die Praxis. „Die Technik ist praxisreif und kann jetzt kommerzialisiert werden“, so Prof. Dr. Wulfmeyer zum Stand der Dinge. Er hält ein Netz von insgesamt 20 Lasern für ausreichend, um das Wetter möglichst genau vorherzusagen.

Veröffentlicht wurde die Studie zur Fernbestimmung mittels Lidar-Technik in Reviews of Geophysics.